Die Autorin Kristine Bilkau im Porträt © Thorsten Kirves Foto: Thorsten Kirves

Deutscher Buchpreis: Norddeutsche Kristine Bilkau auf der Shortlist

Stand: 21.09.2022 07:39 Uhr

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat am 21. September die Shortlist für den Deutschen Buchpreis bekannt gegeben. Unter den Nominierten ist die norddeutsche Autorin Kristine Bilkau.

Sechs Romane hat die Jury für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 ausgewählt. Fatma Aydemer, Kristine Bilkau und Daniela Dröscher, Jan Faktor, Kim de l’Horizon und Eckhart Nickel dürfen sich weiter Hoffnungen auf den Deutschen Buchpreis machen. Die Verleihung findet am 17. Oktober 2022 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die Autorinnen und Autoren, an wen der Deutsche Buchpreis geht.

Diese sechs Titel stehen auf der Shortlist

  • Fatma Aydemir: "Dschinns" (Carl Hanser)
  • Kristine Bilkau: "Nebenan" (Luchterhand)
  • Daniela Dröscher: "Lügen über meine Mutter" (Kiepenheuer & Witsch)
  • Jan Faktor: "Trottel" (Kiepenheuer & Witsch)
  • Kim de l’Horizon: "Blutbuch" (DuMont)
  • Eckhart Nickel: "Spitzweg" (Piper)

"Nebenan": Leben in einer norddeutschen Kleinstadt

Kristine Bilkau, die in Hamburg geboren wurde und mittlerweile in Schleswig-Holstein lebt, darf sich weiter Hoffnungen auf den Deutschen Buchpreis machen. Sie erzählt in ihrem Roman "Nebenan" vom Leben in einer norddeutschen Kleinstadt. Dort verschwindet von einem auf den anderen Tag eine Familie spurlos. Die Nachbarn machen sich ihre Gedanken. Gleichzeitig erhält eine Ärztin kurz vor dem Ruhestand Hassbotschaften, nachdem sie zu einem nächtlichen Notfall gerufen wurde. Und eine große Menge Mikroplastik wird angespült. Es sind viele Themen, die Kristine Bilkau anschneidet. Oft geht es nur um scheinbar kleine Verschiebungen, die jedoch Unwohlsein und Ängste auslösen, hinter denen etwas Größeres steht.

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