Szenenprobe von Titanic auf dem Alten Garten in Schwerin - Kapitän E.J. Smith salutiert auf der Brücke © NDR.de Foto: Axel Seitz

Festspiele in Schwerin und Neustrelitz ziehen positive Bilanzen

Stand: 11.07.2021 11:22 Uhr

Die Schlossfestspiele Schwerin und die Festspiele Neustrelitz sind nach zahlreichen ausverkauften Vorstellungen zu Ende gegangen.

von Axel Seitz

Das Mecklenburgische Staatstheater hat eine positive Bilanz der diesjährigen Schlossfestspiele gezogen. Fast alle Vorstellungen des Musicals "Titanic" sowie des Narrenspiels "Die Schildbürger" waren ausverkauft. Insgesamt sahen rund 17.400 Zuschauer die beiden Inszenierungen. Sowohl "Titanic" als auch "Die Schildbürger" wurden seit Mitte Juni jeweils 22 Mal aufgeführt. Der starke Regen am vergangenen Freitag sorgte allerdings für einen einzigen Abbruch der Aufführungen zur Pause.

Letzte Aufführung für Intendant Tietje

Wegen der Corona-Bedingungen konnte nur jeder dritte Sitzplatz auf dem Alten Garten in Schwerin sowie im Schlossinnenhof belegt werden. Allerdings waren die Aufführungen fast alle ausgebucht, so der scheidende Intendant Lars Tietje im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Für ihn waren es nicht nur die letzten Schlossfestspiele, sondern auch die letzten Aufführungen insgesamt in Schwerin. Ende Juli endet Tietjes Intendanz. Sein Nachfolger Hans-Georg Wegner will im September mitteilen, was das Mecklenburgische Staatstheater für die Schlossfestspiele 2022 plant.

Festspiele Neustrelitz mit Verlusten

Mit der Operette "Pariser Leben" ist am Sonnabend die 20. Saison der Festspiele im Schlossgarten zu Ende gegangen. Jede der zwölf Vorstellungen war ausverkauft, insgesamt sahen 5.000 Zuschauer das Stück. Bis zu 900 Plätze mussten bei jeder Vorstellung wegen der Corona-Bestimmungen frei bleiben. Das bedeutet für das Theater Neustrelitz einen finanziellen Verlust von rund 350.000 Euro, so Intendant Sven Müller. Trotzdem waren die Festspiele für ihn ein Erfolg. Eine Stimme aus dem Publikum hat ihn besonders berührt: "Ihr habt es geschafft, dass ich für drei Stunden Corona vergessen habe", rief ihm ein Besucher zu. Im nächsten Jahr soll Bizets Oper "Carmen" aufgeführt werden. Müller hofft, dass dann wieder 14.000 Zuschauer kommen können.

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NDR Kultur | 11.07.2021 | 11:00 Uhr