Gedenkstein an die Opfer des Holocaust auf dem Jüdischen Friedhof in Rostock. © picture-alliance/ dpa/dpaweb Foto: Bernd Wüstneck

Holocaust - Das beispiellose Verbrechen

Der Genozid an mehr als sechs Millionen Juden ist beispiellos in der deutschen Geschichte. An die Opfer des Holocaust erinnert jedes Jahr am 27. Januar ein internationaler Gedenktag.

Mehr als sechs Millionen Juden wurden von Deutschen während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes ermordet: in "Todesfabriken" weit im Osten, in Lagern in Deutschland und von "Einsatzgruppen" hinter der Front. Die Täter standen ihren Opfern nicht immer von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ein gewaltiger bürokratischer Apparat half ihnen, die systematische Vernichtung zu organisieren. Für diesen in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Vorgang steht heute ein Begriff: Holocaust. Jedes Jahr am 27. Januar erinnert in Deutschland ein Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.

Ein sowjetischer Militärarzt untersucht kurz nach der Auschwitz-Befreiung einen bis auf die Knochen abgemagerten Häftling aus Wien. © dpa - Bildarchiv

Auschwitz: "Das Schrecklichste, was ich je sah"

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Brennende Synagoge in der Bergstraße in Hannover am 10. November 1938. © HAZ-Hauschild-Archiv, Historisches Museum Hannover. Foto: Wilhelm Hauschild

Angeordneter Terror in der Reichspogromnacht

Auf Geheiß der Nationalsozialisten brennen am 9. November 1938 auch im Norden Synagogen und jüdische Geschäfte. mehr

Der Hannoversche Bahnhof um 1941. © Deutsches Zollmuseum

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Im Mai 1940 beginnt das NS-Regime am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg mit systematischen Deportationen. mehr

Die Hamburger Jüdin Inge Löbenstein kurz vor ihrer Deportation. © IGDJ/Edgar Gumpel

Der "Judenstern": Zeichen der Verfolgung

Mit dem Zwang zum Tragen des Sterns erfährt die Entrechtung der Juden während der NS-Zeit eine weitere Steigerung. mehr

Gebäude der Wannsee-Konferenz in Berlin © dpa Foto: Stephanie Pilick

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Angehöriger der ehemaligen Wachmannschaft des KZ Bergen-Belsen vor einem Lastwagen mit Leichen nach der Befreiung des Lagers am 15. April 1945. © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images

KZ Bergen-Belsen: "Nichts als Leichen, Leichen, Leichen"

Das Leid der Häftlinge im KZ Bergen-Belsen war unvorstellbar. Am 15. April 1945 befreien britische Truppen das Lager. mehr

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Häftlinge sterben auf der "Cap Arcona"

Weil die Briten deutsche Truppen auf dem Schiff vermuten, versenken sie es. An Bord sind allerdings evakuierte KZ-Häftlinge. mehr

Das Passagierschiff "Wilhelm Gustloff" nach dem Stapellauf in Mai 1937. © picture alliance

Die tragische Versenkung der "Wilhelm Gustloff"

Am 30. Januar 1945 treffen russische Torpedos das Schiff. Es ist das Todesurteil für Tausende Flüchtlinge an Bord. mehr

Loren und Klinkerwerk auf dem Gelände des KZ Neuengamme (1944). © dpa Foto: Kz-Gedenkstätte_Neuengamme

KZ Neuengamme: Briten stoßen 1945 auf leeres Lager

Um die Spuren der Gewalt zu verwischen, lässt die SS das KZ Hamburg-Neuengamme kurz vor Kriegsende komplett räumen. mehr

Dänische weiße Rotkreuz-Busse fahren durch Odense, Menschen am Straßenrand jubeln. © CC-BY-SA 2.0 © © CC-BY-SA 2.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en

Die Rettung mit den "Weißen Bussen"

Kurz vor Kriegsende befreien das schwedische und das dänische Rote Kreuz 15.000 KZ-Häftlinge aus dem KZ Neuengamme. mehr

Angehörige der U.S.Army laden nach der Befreiung des KZ Buchenwald im April 1945 einen auf einer Trage liegenden kranken Häftling in einen Krankenwagen ein. © Yad Vashem, Jerusalem / Public Domain

Wie das KZ Buchenwald befreit wurde

Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, erreichen US-Truppen das KZ Buchenwald. Häftlinge planen dort bereits die Überwältigung der SS. In der DDR entsteht später der Mythos von der Selbstbefreiung. mehr

Der Holocaust-Überlebende Jitzhak Reichenbaum während eines Besuches in Hamburg © NDR.de Foto: Marc-Oliver Rehrmann

"Die SS in Hamburg ermordete meinen Bruder"

Jitzhak Reichenbaum reist jedes Jahr im April von Israel nach Hamburg, um an seinen kleinen Bruder zu erinnern. Dieser wurde 1945 von SS-Männern in der Schule am Bullenhuser Damm ermordet. mehr

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Die tragische Geschichte des Hans Moral

Der jüdische Zahnarzt hatte unter dem NS-Terror zu leiden. Die fehlende Unterstützung der Universität Rostock und der Rauswurf trieben ihn in den Selbstmord. mehr

Zeitzeugen

Die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano sitzt im Zuschauerraum im Sitzungssaal des Landgerichts. © dpa-Bildfunk Foto: Christian Charisius

KZ-Häftling Bejarano: "Ich hatte großes Glück"

1943 verschleppten die Nazis die Jüdin Esther Bejarano nach Auschwitz. Heute lebt sie in Hamburg und engagiert sich gegen Neonazis. mehr

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"Noch einmal die Sonne sehen!"

Im Alter von 19 Jahren wird Erna de Vries in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Heute will sie an den Holocaust erinnern und berichtet regelmäßig über ihre Erlebnisse. mehr

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"Ich bin die Stimme für die Verstummten"

Die Cellistin Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. In Berlin hat sie nun den Deutschen Nationalpreis erhalten. mehr

Gedenkstätten

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Bergen-Belsen: Erinnerung und Mahnung

Im damaligen Konzentrationslager in der Heide starben Zehntausende Menschen, darunter Anne Frank. Seit 1952 erinnert in Bergen-Belsen eine Gedenkstätte an die Opfer. mehr

Wachturm und Mauer in der KZ-Gedenkstätte Hamburg-Neuengamme. © dpa Foto: Maurizio Gambarini

KZ Neuengamme: Tatort und Gedenkstätte

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An 15 Orten im Emsland richteten die Nationalsozialisten ab 1933 Konzentrations- und Gefangenenlager ein. Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert an die Opfer. Ein Besuch. mehr

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Ehemalige Deportationswaggons reparieren, alte Kinderschuhe restaurieren. Arbeit in Auschwitz heißt Arbeit gegen das Vergessen. Wie halten das die Helfer aus? Gibt es Alltag in Auschwitz? 30 Min

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Die "Göhrde-Morde" und das Verschwinden der Birgit Meier

1989 werden zwei Paare in der Göhrde getötet, kurz darauf verschwindet in Lüneburg eine Frau. Erst 2017 steht der Täter fest. mehr

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Eigentlich sollten alte Netze geborgen werden. Mit der Chiffriermaschine wurden im Zweiten Weltkrieg Funksprüche verschlüsselt. mehr

Umsteigeanlage Wandsbek 1965 © Hamburger Hochbahn

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Ein Tarif, ein Ticket, ein Fahrplan: Mit diesen Zielen ist vor 55 Jahren der weltweit erste Verkehrsverbund gegründet worden. mehr

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Warum ein Theologe den Adventskranz erfunden hat

Der Hamburger Johann Hinrich Wichern soll 1839 erstmals einen großen Kranz gebastelt haben - zunächst mit 23 Kerzen. mehr

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