Holocaust - Das beispiellose Verbrechen

Mehr als sechs Millionen Juden wurden von Deutschen während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes ermordet: in "Todesfabriken" weit im Osten, in Lagern in Deutschland und von "Einsatzgruppen" hinter der Front. Die Täter standen ihren Opfern nicht immer von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ein gewaltiger bürokratischer Apparat half ihnen, die systematische Vernichtung zu organisieren. Für diesen in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Vorgang steht heute ein Begriff: Holocaust.

Jedes Jahr am 27. Januar erinnert in Deutschland ein Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.

Auschwitz: "Das Schrecklichste, was ich je sah"

Am 27. Januar 1945 befreien russische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Nur noch 7.000 Gefangene sind am Leben. Mindestens 1,1 Millionen Menschen hatten die Nazis dort ermordet. mehr

Die Reichspogromnacht: Angeordneter Terror

In der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 brennen auch im Norden Synagogen und Geschäfte jüdischer Bürger. Nationalsozialisten ermorden Menschen oder verschleppen sie. mehr

Juden, Sinti, Roma: NS-Regime deportiert Tausende Hamburger

Am 20. Mai 1940 beginnt das NS-Regime in Hamburg seine systematischen Deportationen. Nach Sinti und Roma verschleppen die Nazis bald auch Juden nach Osteuropa. Nur wenige überleben. mehr

Der "Judenstern": Zeichen der Verfolgung

Ab September 1941 zwingt das NS-Regime Juden zum Tragen eines gelben Sterns - eine weitere Steigerung der Entrechtung. Bald darauf beginnen die Deportationen in die Konzentrationslager. mehr

Wannsee-Konferenz: Bürokraten des Holocaust

Am 20. Januar 1942 trafen sich am Berliner Wannsee 15 führende Vertreter der NS-Bürokratie. Ihr Thema: die Organisation des systematischen Massenmords an Juden. mehr

KZ Bergen-Belsen: "Nichts als Leichen, Leichen, Leichen"

Hunger, Seuchen, Leichenberge: Das Leid der Häftlinge im KZ Bergen-Belsen war unvorstellbar. Vor 75 Jahren befreiten britische Truppen das Lager. Für Tausende kam die Hilfe zu spät. mehr

Untergang der "Cap Arcona": Briten-Irrtum und NS-Kalkül

Kurz vor Kriegsende, am 3. Mai 1945, versenken Briten die "Cap Arcona" und die "Thielbek" in der Lübecker Bucht. Sie vermuten darauf deutsche Truppen - ein Irrtum: An Bord sind 7.500 KZ-Häftlinge. mehr

Die tragische Versenkung der "Wilhelm Gustloff"

Am 30. Januar 1945 treffen drei Torpedos die völlig überfüllte "Wilhelm Gustloff". Ein Sowjet-Kommandant hatte sie für ein Kriegsschiff gehalten. Ein Irrtum, bei dem Tausende Flüchtlinge sterben. mehr

KZ Neuengamme: Briten stoßen 1945 auf leeres Lager

Um die Spuren der Gewalt zu verwischen, lässt die SS das KZ Hamburg-Neuengamme im April 1945 komplett räumen. Als die Briten das Lager am 4. Mai 1945 erreichen, finden sie es leer vor. mehr

Die Rettung mit den "Weißen Bussen"

In Geheimgesprächen organisiert das Schwedische Rote Kreuz kurz vor Kriegsende die Befreiung von rund 15.000 KZ-Häftlingen. Allein am 20. April 1945 werden 4.200 Insassen aus Neuengamme evakuiert. mehr

Wie das KZ Buchenwald befreit wurde

Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, erreichen US-Truppen das KZ Buchenwald. Häftlinge planen dort bereits die Überwältigung der SS. In der DDR entsteht später der Mythos von der Selbstbefreiung. mehr

"Die SS in Hamburg ermordete meinen Bruder"

Jitzhak Reichenbaum reist jedes Jahr im April von Israel nach Hamburg, um an seinen kleinen Bruder zu erinnern. Dieser wurde 1945 von SS-Männern in der Schule am Bullenhuser Damm ermordet. mehr

Die tragische Geschichte des Hans Moral

Der jüdische Zahnarzt hatte unter dem NS-Terror zu leiden. Die fehlende Unterstützung der Universität Rostock und der Rauswurf trieben ihn in den Selbstmord. mehr

Zeitzeugen

KZ-Häftling Bejarano: "Ich hatte großes Glück"

1943 verschleppten die Nazis die Jüdin Esther Bejarano nach Auschwitz. Sie überlebte, weil sie im Orchester mitspielte. Heute lebt Bejarano in Hamburg und engagiert sich gegen Neonazis. mehr

"Noch einmal die Sonne sehen!"

Im Alter von 19 Jahren wird Erna de Vries in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Heute will sie an den Holocaust erinnern und berichtet regelmäßig über ihre Erlebnisse. mehr

"Ich bin die Stimme für die Verstummten"

Die Cellistin Anita Lasker-Wallfisch ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. In Berlin hat sie nun den Deutschen Nationalpreis erhalten. mehr

Gedenkstätten

Bergen-Belsen: Erinnerung und Mahnung

Im damaligen Konzentrationslager in der Heide starben Zehntausende Menschen, darunter Anne Frank. Seit 1952 erinnert in Bergen-Belsen eine Gedenkstätte an die Opfer. mehr

KZ Neuengamme: Tatort und Gedenkstätte

Im Konzentrationslager Hamburg-Neuengamme und seinen Außenlagern starben während der NS-Zeit mehr als 40.000 Menschen. Als die Briten das Lager am 4. Mai 1945, erreichten, fanden sie es leer vor. mehr

Esterwegen: Ein stiller Ort der Erinnerung

An 15 Orten im Emsland richteten die Nationalsozialisten ab 1933 Konzentrations- und Gefangenenlager ein. Die Gedenkstätte Esterwegen erinnert an die Opfer. Ein Besuch. mehr

Stätte des Erinnerns in Ladelund

Im nordfriesischen Dorf Ladelund befindet sich die älteste KZ-Gedenkstätte Schleswig-Holsteins. Ende 1944 kamen dort mehr als 300 Männer ums Leben. mehr

29:48
7 Tage

7 Tage... Auschwitz

7 Tage

Ehemalige Deportationswaggons reparieren, alte Kinderschuhe restaurieren. Arbeit in Auschwitz heißt Arbeit gegen das Vergessen. Wie halten das die Helfer aus? Gibt es Alltag in Auschwitz? Video (29:48 min)

Mehr Geschichte in Video und Audio

02:18
NDR Fernsehen
05:39
Schleswig-Holstein Magazin
05:33
Hallo Niedersachsen

Norddeutsche Geschichte