Die NS-Zeit: Krieg und Terror

Am 30. Januar 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Fortan setzen die Nationalsozialisten ihren absoluten Führungsanspruch durch - mithilfe von Terror und Propaganda. Opfer der Verfolgung sind vor allem politische Gegner und Juden. Am 9. November 1938 erreicht die "Judenpolitik" eine neue Dimension: Das Nazi-Regime ruft zur Zerstörung jüdischer Geschäfte und Einrichtungen auf. Ein knappes Jahr später löst Deutschland mit dem Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Der Gipfel des Grauens ist der Holocaust: Bis zum Ende ihrer Herrschaft ermorden die Nazis systematisch mehr als sechs Millionen Juden.

NS-Wahlkampf und Machtübernahme im Norden

1931 marschieren 100.000 SA-Männer in braunen Uniformen durch Braunschweig. Mit solchen Machtdemonstrationen kämpfen sich die Nazis in Norddeutschland an die Macht. Zeitzeugen erinnern sich. mehr

Die Juden-Verfolgung

Mai 1933: Nazis verbrennen Bücher

Am 10. Mai 1933 beginnen die Nazis eine Kampagne "Wider den undeutschen Geist". Hunderte Bücher, vor allem jüdischer Autoren, werden verboten und öffentlich verbrannt. mehr

Die Reichspogromnacht: Angeordneter Terror

In der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 brennen auch im Norden Synagogen und Geschäfte jüdischer Bürger. Nationalsozialisten ermorden Menschen oder verschleppen sie. mehr

Volkszählung 1939: Statistik unterm Hakenkreuz

Die Volkszählung im Deutschen Reich am 17. Mai 1939 diente den Nationalsozialisten zur totalen Erfassung ihrer Bürger - und zur Aussonderung der Juden. mehr

Der "Judenstern": Zeichen der Verfolgung

Ab September 1941 zwingt das NS-Regime Juden zum Tragen eines gelben Sterns - eine weitere Steigerung der Entrechtung. Bald darauf beginnen die Deportationen in die Konzentrationslager. mehr

Auschwitz: Symbol des Holocausts

Auschwitz wurde als "Todesfabrik" Symbol für den Holocaust. Wie konnte es zu diesem Verbrechen an den europäischen Juden kommen und welche Lehren können wir daraus ziehen? mehr

Wannsee-Konferenz: Bürokraten des Holocaust

Am 20. Januar 1942 trafen sich am Berliner Wannsee 15 führende Vertreter der NS-Bürokratie. Ihr Thema: die Organisation des systematischen Massenmords an Juden. mehr

NS-Ideologie

Reichssender Hamburg: Rundfunk unter NS-Aufsicht

Zehn Jahre nach dem Start des Rundfunks im Norden macht NS-Propagandaminister Goebbels klar, wer das Radio jetzt kontrolliert: Am 1. April 1934 werden die Funkhäuser zu Reichssendern. mehr

1937: Nazis machen Hamburg zur Metropole

Am 1. April 1937 vereinigen die NS-Machthaber Altona, Wandsbek und Harburg mit Hamburg. Für den geplanten Krieg benötigt Hitler eine starke Industrie- und Wirtschaftsmetropole. mehr

Euthanasie: "Rassenhygiene" der Nationalsozialisten

Im Oktober 1939 verschärft Hitler die sogenannte Rassenhygiene des NS-Regimes: Sein "Euthanasie"-Erlass wird zum Todesurteil für Hunderttausende psychisch kranke und behinderte Menschen. mehr

Hamburger Polizisten als Täter beim Nazi-Terror

Das Hamburger Stadthaus war als Sitz der Gestapo eine der mächtigsten Terrorzentralen der Nazis. Forschungen zeigen: Auch andere Teile der Polizei waren an den Verbrechen beteiligt. mehr

Projekte der Nationalsozialisten

Maschsee: Vom Nazi-Projekt zur Freizeitoase

Im März 1934 begannen die Nationalsozialisten mit dem Bau des Maschsees. Zu Hungerlöhnen mussten die Arbeiter schuften, um den künstlichen See in Hannover anzulegen. mehr

Die A 1: Vom NS-Prestigeprojekt zum Dauerstau

1934 beginnen die Bauarbeiten bei Oyten, zwei Jahre später weihen die Nazis die erste Teilstrecke der A 1 ein. Anfangs ist sie Ausflugsziel, heute für ihre Staus berüchtigt. mehr

Blumen für die Hamburger "Volksgenossen"

Eine niederdeutsche Gartenschau - so planten es die Nazis. Doch als Planten un Blomen vor 1935 eröffnet, sehen Besucher statt "völkischer" Blumenzucht Kakteen und Orchideen. mehr

Hitlers Koloss auf See: Die "Scharnhorst"

Am 3. Oktober 1936 läuft das Schlachtschiff "Scharnhorst" in Wilhelmshaven vom Stapel. Deutschland demonstriert mit dem 235 Meter langen Koloss militärische Stärke. mehr

Als das Traumschiff der Nazis vom Stapel lief

Am 5. Mai 1937 taufen die Nazis ein Kreuzfahrtschiff für die Massen: die "Wilhelm Gustloff". Acht Jahre später versenkt ein U-Boot das NS-Schiff mit Tausenden Flüchtlingen an Bord. mehr

Vor 80 Jahren: Kalkberg wird NS-Kultstätte

10. Oktober 1937: NS-Propagandaminister Goebbels weiht am Bad Segeberger Kalkberg eine Nazi-Aufmarschstätte ein. Heute ist die Open-Air-Arena für die Karl-May-Spiele bekannt. mehr

1938: Die Nazis bauen sich eine Autofabrik

Einen Volkswagen für jeden: Das versprachen die Nazis den Deutschen. Am 26. Mai 1938 legten sie den Grundstein für das VW-Werk - und produzierten dort Rüstungsgüter. mehr

Hitlers Hafen: Die Nazi-Pläne für Hamburg

Eine gigantische Elb-Brücke, ein Wolkenkratzer in Altona: So plante der Hamburger Architekt Konstanty Gutschow einen neuen Hafen. Unzählige Klinker wurden benötigt - produziert im KZ Neuengamme. mehr

Hitlers Flugzeugträger: "Graf Zeppelin"

Am 8. Dezember 1938 läuft die "Graf Zeppelin" in Kiel vom Stapel. Doch der gewaltige Flugzeugträger kommt nie zum Einsatz und verschwindet nach Kriegsende auf mysteriöse Weise. mehr

Die 833 Tage der "Bismarck"

Am 14. Februar 1939 feiert Nazi-Deutschland in Hamburg den Stapellauf der "Bismarck". Gut zwei Jahre später versinkt das Schlachtschiff nach einer Verfolgungsjagd im Atlantik. mehr

Schicksale

KZ-Häftling Bejarano: "Ich hatte großes Glück"

1943 verschleppten die Nazis die Jüdin Esther Bejarano nach Auschwitz. Sie überlebte, weil sie im Orchester mitspielte. Heute lebt Bejarano in Hamburg und engagiert sich gegen Neonazis. mehr

Die tragische Geschichte des Hans Moral

Der jüdische Zahnarzt hatte unter dem NS-Terror zu leiden. Die fehlende Unterstützung der Universität Rostock und der Rauswurf trieben ihn in den Selbstmord. mehr

Endlich keine Angst mehr haben

Als Zwölfjährige wurde Ceija Stojka von den Briten aus dem KZ Bergen-Belsen befreit. Wie sie den Moment im April 1945 erlebt hat, erzählte sie im Gespräch mit dem NDR. mehr

"Noch einmal die Sonne sehen!"

Im Alter von 19 Jahren wird Erna de Vries in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Heute will sie an den Holocaust erinnern und berichtet regelmäßig über ihre Erlebnisse. mehr

"Die SS in Hamburg ermordete meinen Bruder"

Jitzhak Reichenbaum reist jedes Jahr im April von Israel nach Hamburg, um an seinen kleinen Bruder zu erinnern. Dieser wurde 1945 von SS-Männern in der Schule am Bullenhuser Damm ermordet. mehr

Die unbekannte Gerechte: Mathilde Böckelmann

In einem Dorf in Vorpommern versteckt Mathilde Böckelmann 1944 ein jüdisches Mädchen und rettet ihm so das Leben. Erst lange nach ihrem Tod wird sie dafür geehrt. mehr

Der Zweite Weltkrieg

Der Zweite Weltkrieg

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Weltweit kosten die jahrelangen Kämpfe mehr als 50 Millionen Menschen das Leben. mehr

Nachkriegs-Prozesse

Der Bergen-Belsen-Prozess 1945

Im ersten Kriegsverbrechertribunal gegen die Nazis musste sich die Wachmannschaft des KZ Bergen-Belsen verantworten. Eine ehemalige Zeugin des Prozesses erinnert sich. mehr

Als die Neuengamme-Täter vor Gericht kamen

Am 18. März 1946 beginnt in Hamburg vor einem britischen Militärgericht der sogenannte Curiohaus-Prozess gegen Verantwortliche des KZ Neuengamme. Angeklagt sind 14 SS-Männer. mehr

1968: Hamburger Gericht verurteilt SS-Täter

Für grauenhafte Verbrechen an der Ostfront werden am 9. Februar 1968 drei SS-Männer in Hamburg zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch keiner der Täter sitzt seine Strafe voll ab. mehr

"Er hat das Schwein von Auschwitz geschnappt"

1946: Der frühere KZ-Kommandant Rudolf Höß wird in einem Versteck bei Flensburg entdeckt. Sein Häscher: ein junger Jude aus Berlin, der nach dem Krieg für die Briten Nazis jagt. mehr

Vier Jahre Haft für Gröning im Auschwitz-Prozess

Der frühere SS-Mann Oskar Gröning ist wegen Beihilfe zum Massenmord im KZ Auschwitz zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Nebenkläger und Zentralrat der Juden begrüßen den Schuldspruch. mehr

Stutthof-Prozess: Zeuge schildert Qualen

Im Hamburger Prozess gegen einen 93-jährigen früheren KZ-Wachmann hat am Montag ein Zeuge aus Israel ausgesagt. Der heute 91-Jährige berichtete von schwersten Misshandlungen. mehr

Norddeutsche Geschichte