Stand: 11.12.2018 10:55 Uhr  | Archiv

Abenteuer Diagnose: Tuberkulose

Tuberkulose-Erreger grafisch dargestellt
Einige Erregerstämme der Tuberkulose sind gegen bestimmte Antibiotika resistent.

An einer Tuberkulose, auch "Schwindsucht" oder "weiße Pest" genannt, sterben weltweit mehrere Millionen Menschen pro Jahr. Sie zählt damit zu den am häufigsten tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten. Auch in Deutschland kommen die Erreger (Mycobacterium tuberculosis) vor. In einigen Fällen sind die Erregerstämme resistent gegen Antibiotika. Im schlimmsten Fall wirken gegen die Bakterien keine Medikamente mehr.

Tröpfchen-Infektion beim Husten

Die Tuberkulose wird, ähnlich wie eine Grippe, per Tröpfchen-Infektion beim Husten übertragen. Die Erreger setzen sich in der Lunge fest und werden dort vom Immunsystem angegriffen. Doch gegen die starke Hülle der Tuberkulose-Keime haben die Abwehrzellen des Körpers keine Chance. Die Bakterien überleben in einer Art Kapsel (Tuberkel). Sobald das Immunsystem geschwächt ist, kann es zum Ausbruch der Krankheit kommen. Dann vermehren sich die Bakterien vor allem in der Lunge und zerstören dort das Gewebe.

Offene Tuberkulose ist ansteckend

Sobald die Erreger die Bronchien angreifen und so in die Luftwege gelangen, spricht man von einer offenen Tuberkulose.

Erkrankte leiden oft über Wochen unter:

  • anhaltendem Husten mit gelblich-grünem Schleim.
  • Müdigkeit.
  • Abgeschlagenheit.
  • erhöhter Körpertemperatur am Abend.
  • Nachtschweiß.

Beim Husten können Schmerzen und Atemnot auftreten, bei einer offenen Tuberkulose husten Betroffenen außerdem oft Blut. Über den Blutkreislauf können die Erreger auch weitere Organe, Knochen und Gelenke befallen.

Oft wird die Erkrankung erst spät erkannt, weil einige Symptome auch bei einer Lungenentzündung auftreten können.

Therapie kann lange dauern

Die Behandlung der Tuberkulose mit Antibiotika kann Monate oder sogar Jahre dauern. Bei rechtzeitiger Therapie lässt sich die Tuberkulose gut in den Griff bekommen, wenn geeignete Antiobiotika zur Verfügung stehen. Um auch resistente Erregerstämme behandeln zu können, müssen neue Antibiotika entwickelt werden.

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Institut für Humangenetik der Polnischen Akademie der Wissenschaften
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60-479 Poznań
igcz.poznan.pl

Dr. Andrea Iwansky, Pneumologin
Alsterpneumologie - Facharztpraxis Colonnaden
Colonnaden 9
20354 Hamburg
www.facharztpraxis-colonnaden.de

Prof. Dr. Philipp Osten, Institutsdirektor
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
www.uke.de

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