Rosafarbene Blüte einer Stockrose © NDR Foto: Claudia Timmann

Zweijährige Pflanzen: Ideal im naturnahen Garten

Stand: 12.05.2021 16:02 Uhr  | Archiv

Stockrose und Fingerhut sind typische zweijährige Blumen, sie passen perfekt in naturnahe Gärten. Einmal ausgesät, pflanzen sie sich fort und ergänzen Staudenbeete.

Wer in seinem Garten keine perfekte Ordnung braucht und es eher wild-romantisch mag, sollte zweijährige Blumen wie Fingerhut, Bartnelke, Stiefmütterchen, Nachtkerze, Königskerze oder Stockrose aussäen. Viele Zweijährige blühen über Wochen hinweg und entwickeln immer wieder neue Blüten. Das macht sie für Bienen und andere Insekten sehr interessant, die so ausreichend Nahrung finden.

Was sind zweijährige Pflanzen?

Blattrosette einer Stockrose © fotolia Foto: emer
Im ersten Jahr bilden Zweijährige wie die Stockrose eine sogenannte Blattrosette.

Anders als es die Bezeichnung vielleicht vermuten lässt, leben zweijährige Pflanzen nicht zwei kalendarische Jahre, sondern überdauern zwei Vegetationsperioden. Diese beginnt meist im Sommer: Nach der Blüte und der Saatreife fallen die Saatkörner zu Boden und keimen relativ schnell. Bis zum Herbst wachsen dann sogenannte Blattrosetten. So überdauert die Jungpflanze den Winter.

Im Frühjahr entwickelt die Pflanze dann Blütentriebe. Aus der Blüte werden Früchte, also Saatkörner, und der Zyklus beginnt erneut. Wichtig ist, die verblühten Triebe stehen zu lassen, damit die Saatstände ausreifen können.

Kaum Ansprüche an Standort

Wichtigste Voraussetzung ist, dass in den Beeten genügend freier Platz vorhanden ist und nicht etwa dicht wachsende Stauden den Boden bedecken. Die meisten Zweijährigen stellen keine besonderen Ansprüche an den Gartenboden, sind sehr robust und und kommen eigentlich in jedem Garten zurecht.

Saatgut sammeln und neu aussäen

Rosa Fingerhut und andere Blumen im Garten. © fotolia Foto: Joerg Sabel
Wer Zweijährige und Stauden wie Pfingstrosen kombiniert, hat ein abwechslungsreiches Beet.

Statt die Saat unkontrolliert ins Beet fallen zu lassen, kann man natürlich auch das Saatgut sammeln und dann gezielt an der gewünschten Stelle - etwa einen Zentimeter tief - wieder aussäen. Die Pflanzen sollten genau dort ausgesät werden, wo sie später auch wachsen sollen. Werden sie noch einmal umgepflanzt, kann es passieren, dass sie verkümmern. Die Keimlinge sind anfangs sehr empfindlich, benötigen reichlich Wasser und sollten beim Jäten nicht mit Unkraut verwechselt werden. Manche Zweijährige, wie etwa die Stockrose, blühen bei guten Bedingungen auch mehrere Jahre.

Werden Zweijährige mit einjährigen Sommerblumen wie Zinnien und mehrjährigen Stauden kombiniert, ergibt sich ein bunt und abwechslungsreich wirkendes Beet.

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26.07.2020 | 13:00 Uhr

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