Bunte Kornblumen © Fotolia.com Foto: doris oberfrank-list

Eine Wildblumenwiese anlegen und mähen

Stand: 03.03.2021 09:34 Uhr

Eine Wildblumenwiese sorgt im Garten für eine bunte Blütenvielfalt und lockt außerdem noch viele nützliche Insekten an. Dieses kleine Stück Wildnis zu pflegen, ist nicht aufwendig.

Englischer Rasen ist für den einen der Inbegriff der Gartenbegrünung, für den anderen macht er einfach zu viel Arbeit. Außerdem kann eine monotone Grünfläche auf Dauer ein bisschen langweilig wirken. Für die nötige Auflockerung können Wildblumen sorgen. Sie setzen Farbakzente im Einheitsgrün und stellen gerade im Frühling eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele nützliche Insekten dar. Hummeln, Schmetterlinge und Bienen füllen den heimischen Garten dann zusätzlich mit Leben.

Saatgut heimischer Blumen bevorzugen

Als Saatgut eignen sich spezielle Wildblumenmischungen. Am besten wählt man Samen aus heimischen Blumensorten, denn diese gedeihen am besten und sind eine ideale Nahrungsquelle für Insekten. Statt Saat zu kaufen, kann man im Spätsommer Samenkapseln von wilden Blumen am Wegesrand einsammeln und dazustreuen. Auf diese Weise etabliert sich mit der Zeit eine robuste Artenvielfalt, die mit dem vorherrschenden Klima bestens zurechtkommt.

Idealerweise sollte die Zusammenstellung so sein, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein ein Nahrungsangebot vorhanden ist. Der Standort sollte sonnig und der Gartenboden eher mager und nährstoffarm sein. Im Zweifel die Erde mit etwas Sand vermischen. Wer nicht so viel Platz zur Verfügung hat oder besondere Akzente im Garten setzen will, kann sich eine kleine Wildblumeninsel im Rasen anlegen.

Wildblumenwiese im Sommer und Herbst mähen

Verblühte Disteln auf einer Sommerblumenwiese © imago images / Rech
Durch das Mähen der Wiese wird die Selbstaussaat der Pflanzen unterstützt.

Wildblumenwiesen machen nicht besonders viel Arbeit und müssen maximal zwei Mal im Jahr gemäht werden - einmal im Sommer und ein zweites Mal im Herbst. Dafür eignen sich am besten (Motor-)Sensen und Wiesenmäher. Bei der sogenannten Mahd in den Monaten Juli und August geht es darum, ausgereifte Samenstände auf der Wiese zu verteilen und so die Selbstaussaat vieler Pflanzen zu unterstützen. Die gemähten Pflanzenteile bleiben einige Zeit zum Trocknen liegen und sollten ab und zu gewendet werden, damit sich die Saat gut verteilt.

Wichtig ist, die Pflanzenreste wieder von der Wiese zu entfernen, damit sie nicht verrotten und sich kein nährstoffreicher Humus bildet. So bleibt der Boden mager. Der Wiesenschnitt sollte nicht auf den Kompost, sondern separat verrotten. Im Herbst - etwa von Ende September bis Ende Oktober - kann ein weiteres Mal gemäht werden.

Ergänzend Wildstauden pflanzen

Zusätzlich zu den ausgesäten Blumen kann man Wildstauden pflanzen. Sie sind sehr robust und pflegeleicht, da es sich um natürlich vorkommende Arten handelt, die sich an die Bedingungen ihrer Umgebung angepasst haben. Sie wurden nicht züchterisch verändert. Wichtig ist dennoch - wie bei allen Pflanzen - den Standort so zu wählen, dass er die Anforderungen an Sonne und Bodenbeschaffenheit erfüllt. Attraktive Wildstauden sind beispielsweise Steppen-Salbei, Wiesen-Schafgarbe, Blauer Eisenhut, Fingerhut und Wiesen-Margerite.

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Dieses Thema im Programm:

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