Blühende Glockenblumen © Fotolia.com Foto: lohner63

Glockenblumen: Intensive Farbpracht für jeden Garten

Stand: 25.03.2021 11:53 Uhr

Glockenblumen bilden nicht nur hübsche Blüten, die viele Insekten anlocken, sondern wachsen auch an allen Standorten mit durchlässigem Boden. Die Pflege ist unkompliziert.

Ihren Namen verdanken Glockenblumen (Campanula) den hübschen glockenförmigen Blüten, die sich je nach Art und Sorte zwischen Juni und September zeigen. Sie sind meist lila oder blau in unterschiedlicher Intensität, daneben gibt es auch weiße Sorten. Da die Blüten meist weit geöffnet sind, nutzen viele Insekten wie etwa Bienen und Schmetterlinge sie als Nahrungsquelle.

Unterschiedliche Wuchshöhen für verschiedene Standorte

Die meisten Glockenblumen sind sommergrüne Stauden, wenige ein- oder zweijährige Pflanzen. Es existieren einige Hundert Arten, die in der Natur etwa auf Wiesen und im Gebirge vorkommen und sich besonders durch die Anordnung der Blüten sowie die Wuchshöhe unterscheiden. Sie reicht von kleinen, polsterförmigen Gewächsen, die sich gut für Stein- und Alpingärten eignen, bis zu zwei Meter hohen Pflanzen wie der Dolden-Glockenblume.

Eine kleine intensiv lila blühende Glockenblume wächst zwischen Steinen. © colourbox Foto: -
Die Zwerg-Glockenblume eignet sich gut als Bodendecker oder für Steingärten.

Dementsprechend eignen sich Glockenblumen für viele Standorte und passen in jeden Garten. Die Zwerg-Glockenblume etwa wächst teppichartig und passt gut an den Rand von Staudenbeeten oder auf Trockenmauern. Zu den kleineren Arten zählen auch die Hängepolster-Glockenblume, die sternförmige Blüten hat, und die schöne Karparten-Glockenblume. Sie wächst buschig-kompakt, wird 20 bis 50 Zentimeter hoch und hat dunkelblau-violette oder weiße Blüten.

Pfirsichblättrige und Wald-Glockenblume

Funkien und lila blühende Glockenblumen in einem Beet. © colourbox Foto: -
Einige Glockenblume-Arten fühlen sich auch im Schatten wohl, etwa in Kombination mit Funkien.

Eine weitere attraktive Glockenblume ist die Wald-Glockenblume mit ihren großen, ebenfalls violetten oder auch weißen Blüten. Sie wird etwa einen Meter hoch und verträgt gut einen Platz im schattigen Beet. Bei der Pfirsichblättrigen Glockenblume, einer heimischen Art, stehen die großen Blüten ganz im Mittelpunkt, denn die bis zu 80 Zentimeter hohe Staude hat nur wenig schmales Laub. Sehr dekorativ sind auch die Nesselblättrige und die Rundblättrige Glockenblume.

Glockenblumen pflanzen und pflegen

Töpfe mit Primeln und einer Glockenblume, Gartenhandschuhe und eine Schaufel auf einer Holzkiste. © colourbox Foto: Sandrine Boulanger
Das Frühjahr ist ideal, um Glockenblumen im Garten oder auf dem Balkon zu pflanzen.

Pflanzzeit für Glockenblumen ist von März bis Oktober. Wer sie im Frühjahr pflanzt, kann den ganzen Sommer die Blüten genießen. Der Gartenboden sollte gut durchlässig sein, ist er sehr schwer, kann man etwas Sand beimischen. Glockenblumen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort, einige Arten wie beispielsweise die Wald-Glockenblume gedeihen auch an Nordseiten von Häusern und Mauern oder im Schatten gut.

Viel Pflege benötigen Glockenblumen nicht. Es reicht, sie regelmäßig moderat zu gießen, Nässe mögen sie nicht. Um die Blüte zu stärken, empfiehlt es sich verblühte Pflanzenteile zügig abzuschneiden. Die meisten Glockenblumen wie etwa Bart-, Kaukasus-, Rapunzel-, Wiesen- und Zwerg-Glockenblume sind winterhart. Bei Bedarf kann man sie nach dem Winter auf einige Zentimeter über dem Boden zurückschneiden. Ältere Pflanzen können zudem im Frühjahr oder Herbst geteilt werden, damit sie nicht verkahlen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 27.03.2021 | 06:50 Uhr

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