Stand: 12.01.2018 11:48 Uhr

Keimprobe: Was taugt altes Saatgut?

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Altes Saatgut kann nach einem Test noch verwendet werden.

Im Januar ist die Zeit gekommen, in der Gartenbesitzer erwartungsfroh ihre zahllosen Samentüten aus dem Schrank holen und die ersten Kulturen in Minigewächshäusern auf der Fensterbank vorziehen. Saatgut ist aber nicht unendlich lange einsetzbar, die Keimfähigkeit leidet im Laufe der Zeit. Aus dem alten Saatgut wächst dann nichts mehr. Ärgerlich ist, wenn sich das erst mehrere Wochen nach der Aussaat herausstellt: Dann muss man mit neuem Saatgut noch einmal von vorn anfangen. Um diesen Zeitverlust zu vermeiden, kann die Keimfähigkeit von älterem Saatgut mit einer Keimprobe ganz einfach getestet werden.

Hälfte der Samen sollte keimen

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Die Keimprobe ist bestanden, wenn mindestens die Hälfte der Samen aufgeht.

Die Keimprobe funktioniert in einer kleinen Schale oder auf einem Teller: Auf feuchtes Küchenpapier beispielsweise Tomatensamen streuen und Teller oder Schale mit Klarsichtfolie überspannen. Wichtig ist, dass das Papier gleichmäßig feucht gehalten wird und die Schale an einem warmen Platz steht. Nach einiger Zeit sollten die Samen dann keimen. Wenn die Hälfte der Samen oder mehr aufgeht, ist das Saatgut noch verwendbar. Ist es weniger, sollte besser neues Saatgut gekauft werden. Diese Keimprobe sollte natürlich auch bei Saatgut gemacht werden, das vor Jahren im eigenen Garten gewonnen wurde. So wird die Keimfähigkeit sichergestellt und dem Aussäen im Frühjahr steht nichts im Wege.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 13.01.2018 | 06:50 Uhr

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