Stand: 25.01.2018 13:39 Uhr

Paprika ganz einfach selbst ziehen

von Ralf Walter
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Ob mild oder scharf, gelb oder rot: Für jeden Geschmack gibt es eine geeignete Paprikasorte.

Welches Obst oder Gemüse enthält wohl das meiste Vitamin C? Nicht Orangen oder Zitrusfrüchte sind es, sondern Paprika. Sie beinhalten durchschnittlich vier Mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Das ausgesprochen gesunde Gemüse kann auch leicht im Garten oder im Kübel auf dem Balkon gezogen werden. Für Hobbygärtner oder alle, die es einfach mal ausprobieren wollen, ist März der ideale Zeitpunkt, um aus Paprika-Samen eigene Pflanzen zu ziehen. Paprika haben eine längere Keimdauer als viele andere Gemüsesorten und es dauert länger, bis sie ausgepflanzt werden können.

Paprika auf der Fensterbank vorziehen

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Immer einen Samen pro Topf in die Anzuchterde geben.

Für die Anzucht benötigt man neben dem Saatgut Anzuchterde und kleine Töpfe. Mit dem Finger eine kleine Vertiefung in die Erde drücken und ein Paprika-Samenkorn hineinlegen. Dann Erde darauf streuen und mit ein wenig Wasser befeuchten. Den kleinen Blumentopf in den ersten Tagen mit Plastikfolie überziehen, bis die Saat gekeimt hat. So bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch und die Temperatur im Topf schwankt weniger. Dieses selbst gebaute Minigewächshaus auf das Fensterbrett stellen und ab und an lüften. Die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden.

Nach circa 14 Tagen kommen kleine Pflanzen

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Nach etwa vier Wochen müssen die Keimlinge umgepflanzt werden.

Bis sich die ersten zarten Pflanzen durch die Erde bohren, dauert es etwa zwei Wochen. Insgesamt bleiben die Paprika etwa vier Wochen im Aussaatgefäß. Dann geht es in einen größeren Topf. Dabei möglichst nicht die feinen Wurzeln beschädigen. Paprika sind sehr kälteempfindlich und dürfen frühestens Mitte Mai ins Freie. Dann können die Jungpflanzen entweder direkt ins Beet oder in einen Kübel auf dem Balkon gepflanzt werden. Wichtig: Wenn sich die erste Blüte gebildet hat - die sogenannte Königsblüte - diese abknipsen. Dann schiebt die Pflanze viele neue Blüten nach, aus denen sich später zahlreiche Früchte bilden.

Paprika liebt sonnigen und windgeschützten Platz

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Paprika

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Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, denn die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Christoph Columbus brachte die ersten Pflanzen von einer seiner Entdeckungsreisen per Segelschiff mit nach Europa. Paprika waren damals sehr begehrt, weniger wegen ihres Vitamin-C-Gehalts, sondern wegen der Würze. Auch heute noch wird die Paprika gern als Spanischer Pfeffer bezeichnet. Die Schärfe ging manchen Sorten verloren, aber viele wichtige Inhaltsstoffe sind erhalten geblieben.

Empfehlenswerte Paprika-Sorten

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Die Paprika gehört wie die Kartoffel zur Gattung der Nachtschattengewächse.

Die Paprika mit dem Namen "Medusa" wird etwa nur 30 Zentimeter hoch, trägt aber sehr viele fingerlange Früchte in den Farben Gelb, Orange und Rot. "Medusa" wächst gut im Haus, natürlich auch im Garten und ist mit ihrem dunkelgrünen Laub ein absoluter Hingucker. Die unterschiedlich farbigen Früchte schmecken mild bis mittelscharf. Eine weitere leckere Sorte ist "Sumher", eine türkische Paprika mit knallroten, mittelscharfen Früchten. Wer es lieber etwas milder bis süß mag, sollte zur Sorte "Lombardo" greifen. 

Nicht nur viel Vitamin C

Auch Capsaicin ist in Paprika enthalten. Der Aromastoff wirkt zum einen desinfizierend, zum anderen regulierend auf den Blutdruck. Ganz nebenbei löst er - ähnlich wie Schokolade - Glücksgefühle aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 27.01.2018 | 06:50 Uhr

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