Stand: 10.10.2017 09:33 Uhr

Apfelbäume im Herbst pflanzen

Äpfel aus eigenem Anbau - das wünschen sich viele Gartenbesitzer. Schließlich sind sie sehr gesund und enthalten mehr als 30 Vitamine, wichtige Spurenelemente und wertvolle Mineralstoffe. Der Standort des Apfelbaums hat Einfluss auf den Vitamingehalt der Früchte: Je mehr Sonne die Äpfel abbekommen, desto vitaminreicher sind sie. Wichtig ist, dass genügend Platz vorhanden ist: hochstämmige Apfelbäume benötigen 50 bis 60 Quadratmeter, halbstämmige 30 bis 40 Quadratmeter Fläche. Der Baum sollte nicht in der Nähe eines Gemüsebeets gepflanzt werden, da er Schatten wirft und das Gemüse im Wachstum behindert. Für kleinere Gärten eignen sich spezielle Spalier- oder Säulenbäume.

So finden Sie den passenden Apfelbaum

Apfelbäume am besten im Herbst pflanzen

Im Herbst ist die beste Pflanzzeit. Jetzt wachsen die Bäume am besten an und wurzeln bis zum Frühjahr gut durch. Das Pflanzloch sollte mindestens einen doppelt so großen Umfang wie der Wurzelballen haben. Zum Pflanzen die Sohle im Pflanzloch gut lockern, beschädigte Wurzelteile entfernen und den Baum einsetzen.

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Die Veredelungsstelle am Stamm darf nicht mit eingegraben werden, sondern sollte etwa zehn Zentimeter über der Erdoberfläche liegen.

Die Veredelungsstelle (die Verdickung am unteren Teil des Stamms) sollte etwa zehn Zentimeter über der Erdoberfläche liegen. Unter ständigem Rütteln Erde und Kompost einfüllen, damit sich alles setzt und die Wurzeln ihren Platz finden. Nahe dem Stamm einen Pfahl einschlagen und den jungen Baum mit einem Kokosstrick festbinden. Dabei darauf achten, dass genügend Abstand zum Pfahl vorhanden ist, damit die junge Rinde nicht daran scheuert. Dann gut einschlämmen und die Erde vorsichtig festtreten.

Apfelbäume benötigen Befruchter

In der Nähe des Apfelbaums muss ein sogenannter Befruchter stehen, damit er Früchte trägt. Hier eignen sich nur Apfelsorten, die zur selben Zeit blühen. Wer keinen Platz für einen weiteren großen Apfelbaum im Garten hat, kann auch zu einem Zierapfel als Befruchter greifen oder sogenannte Familienbäume kaufen. Diese Apfelbäume tragen mehrere Sorten und befruchten sich gegenseitig. Hinweise zu passenden Befruchtern stehen oftmals auf dem Pflanzetikett. Am besten erkundigt man sich beim Kauf beim Fachmann, welche Variante am geeignetsten ist.

Die perfekte Apfelernte

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Vorsicht beim Pflücken, damit keine Knospe beschädigt werden.

Nach dem sogenannten Junifall, wenn der Baum natürlicherweise einen Teil der Früchte abwirft, sollte man weiterhin darauf achten, dass nicht zu viele Früchte an einem Ast wachsen. Auf einer Astlänge von 40 Zentimeter sollten es nicht mehr als acht Äpfel sein. So können sich die Knospen für das nächste Jahr gut entwickeln und die Ernte fällt reich aus. Auf die Knospen sollte auch beim Pflücken der Äpfel geachtet werden: Reißt man das Obst zu sehr vom Ast, werden eventuell Knospen beschädigt, an denen im Folgejahr Früchte wachsen sollen. Deshalb lieber mit Bedacht den Apfelstiel mit dem Zeigefinger sanft nach oben knicken, leicht drehen und so den Apfel vom Baum nehmen.

Reif sind Äpfel, wenn sie sich leicht pflücken lassen, eine starke Färbung angenommen haben, das Fruchtfleisch beim Durchschneiden knackige Geräusche von sich gibt und die Kerne braun sind.

Lagerung der süßen Frucht

Direkt nach dem Pflücken setzt der Alterungsprozess ein. Der Apfel reift nach, verbessert dabei oft sein Aroma und schmeckt durch die Umwandlung der Stärkereste in Glukose süßer. Doch er verliert auch seinen Vitamingehalt, wird runzelig und mehlig. Die richtige Lagerung kann den biologischen Prozess verlangsamen. Hat man nicht die Möglichkeit, die Äpfel in einem vier Grad kühlen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit und guter Durchlüftung nebeneinander liegend zu lagern, genügt es auch, die Äpfel in eine Plastiktüte zu geben. Ein paar kleine Löcher hineinpiksen und schon entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre, die den Reifungs- und Alterungsprozess verlangsamt. Die Tüte in einem dunklen Raum lagern. Gut lagerfähige Apfelsorten sind Berlepsch, Gala, Jonagold, Golden Delicious, Elstar und Cox Orange.

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