Stand: 07.10.2019 10:59 Uhr

Äpfel richtig ernten und haltbar machen

Der Herbst ist die Zeit der Apfelernte, frühe Sorten werden sogar schon im August geerntet. Aber wie erkennt man außer durch einen Geschmackstest, ob die Äpfel reif sind?

  • Den Apfel vorsichtig anheben und ein bisschen drehen: Wenn er sich leicht vom Baum löst, ist er reif. Wenn Sie noch richtig ziehen müssen, sollten die Früchte lieber noch hängen bleiben.
  • Wenn Sie den Apfel aufschneiden und die Kerne leicht braun sind, sind die meisten Sorten reif für die Ernte.

Druckstellen bei der Apfelernte vermeiden

Ernten Sie Früchte möglichst so vorsichtig, dass keine Druckstellen entstehen. Deshalb beim Pflücken am besten einen Stoffbeutel umhängen, die Äpfel vorsichtig hineinlegen und regelmäßig ausleeren. Alles, was wurmstichig ist, einfach herunterfallen lassen, so lassen sich die Früchte später leicht aufsammeln. Vorsicht: Werden die Äpfel unachtsam heruntergerissen, können dabei die bereits jetzt vorhandenen Anlagen der Blütenknopsen des kommenden Jahres verletzt werden.

Kleinere Äpfel wachsen im Herbst nicht mehr, aber sie eignen sich hervorragend für die Saftpresse. Bereits faulige auf dem Boden liegende Äpfel können auf den Kompost gegeben werden.

Aus Fallobst leckeren Saft herstellen

In Jahren, in denen die Ernte weniger üppig ausfällt, sind Äpfel in Mostereien sehr gefragt. Annahmestellen, bei denen Sie Ihre Äpfel direkt gegen Saft tauschen können, gibt es überall auf dem Land. Zum Mosten eignet sich jegliches Fallobst: egal ob klein, ob groß, aus dem eigenen Garten oder am Wegesrand gesammelt: Nur faulig dürfen die Äpfel nicht sein, das verdirbt den Saft.

Apfelringe an der Luft oder im Ofen trocknen

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Gesunder Snack: Äpfel können durch Trocknen ganz einfach haltbar gemacht werden.

Eine weitere Möglichkeit ist es, Äpfel zu trocknen und sie so haltbar zu machen. Dafür eignen sich Sorten mit festem Fleisch am besten. Zunächst die Schale entfernen und das Kerngehäuse mit einem Apfelausstecher entfernen. In drei bis vier Millimeter dicke gleichmäßige Scheiben schneiden. Damit sich die Apfelscheiben nicht verfärben, diese mit verdünntem Zitronenwasser beträufeln. Dafür ein Liter kaltes Wasser mit dem Saft von zwei Zitronen vermischen. Die Ringe beispielsweise auf Holzspieße ziehen und draußen vor Regen geschützt etwa vier Tage an der Luft trocknen lassen.

Schneller geht es im Backofen: Die Trockenzeit für Apfelringe beträgt etwa vier bis fünf Stunden bei 60 bis 70 Grad. Wichtig: Die Backofentür muss ein wenig offen stehen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Ein Kochlöffel oder ein Korken helfen dabei. Die Ringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Rost legen. In luftdichte Gläser verpackt, sind die Apfelringe etwa ein Jahr haltbar.

Äpfel richtig einlagern

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Schlechte Äpfel müssen sofort aussortiert werden.

Bei der Lagerung sollten Äpfel vorsichtig behandelt werden. Auf keinen Fall abwaschen oder polieren, denn die natürliche Wachsschicht ist ein guter Schutz. Legen Sie die Äpfel auf etwas Zeitungspapier in eine Kiste nebeneinander. Die Apfelkisten sollten kühl und dunkel stehen, die Temperatur aber nicht weniger als vier Grad betragen. Eine gute Alternative zur Stiege ist eine Styroporkiste. Diese schützt recht gut vor Temperaturschwankungen, sodass in Garage oder Keller für kurze Zeit Minustemperaturen herrschen können, ohne dass die Äpfel verderben.

Andere Früchte dürfen nicht in der Nähe stehen, denn die Reifegase des Apfels können dazu führen, dass diese schneller verderben. Am besten einmal pro Woche die eingelagerten Äpfel kontrollieren und schlechte Exemplare aussortieren.

Nach der Ernte kommt der Schnitt

Durch Herbststürme können Äste abbrechen. Wer diesen sogenannten Windbruch an seinen Obstbäumen feststellt, sollte die entsprechenden Äste sauber abschneiden. Die Schnittstelle nicht mit Baumwachs verschließen, sondern kann einfach an der Luft trocknen - das ist für den Apfelbaum das Beste.

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