Stand: 25.10.2017 10:50 Uhr  | Archiv

Langblättriger Ehrenpreis ist Blume des Jahres

Er blüht im Sommer an den Ufern von Flüssen und Seen: der Langblättrige Ehrenpreis, die Blume des Jahres 2018. Die vom Aussterben bedrohte Pflanze sei in Thüringen schon nicht mehr zu finden, teilte die Loki Schmidt Stiftung in Hamburg mit. Ursache sei, dass es europaweit immer weniger Fluss-Auen gebe. Bundesweit existierten nur noch im Saarland und in Sachsen-Anhalt größere Bestände der Blume des Jahres.

Lange blaue Blüten

Der Langblättrige Ehrenpreis, von Biologen als Veronica maritima bezeichnet, biete mit seinen großen blauen Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Die bis zu 30 Zentimeter langen Bütenrispen bilden sich an der Spitze der Triebe, die je nach Standort 50 bis 120 Zentimeter hoch werden können. Die schlanken, langen Blätter der Pflanze sind behaart und am Rand deutlich gezackt. Damit erinnern sie an Brennnesseln. Neben dem Langblättrigen Ehrenpreis gibt es noch verwandte Arten wie den Großen, den Ährigen und den Enzianblättrigen Ehrenpreis.

Blickfang im heimischen Garten

Blüten der Staude Langblättriger Ehrenpreis © Loki Schmidt Stiftung Foto: Jahn
Die blauen Blüten passen gut in ein buntes Staudenbeet.

Die Blume des Jahres eignet sich auch als Gartenpflanze. Die mehrjährige Staude bevorzugt feuchte Standorte. Mit den großen Blüten, die bei einzelnen Sorten auch weiß sein können, bildet sie einen Blickfang im Staudenbeet. Wer den heimischen Garten mit der Blume des Jahres schmücken möchte, kann bei der Loki Schmidt Stiftung eine sogenannte Samen-Postkarte bestellen.

Aktion läuft seit 1980

Loki Schmidt, die Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, rief die Aktion Blume des Jahres 1980 ins Leben. Die Loki Schmidt Stiftung will damit auf Wildpflanzen hinweisen, die vom Aussterben bedroht sind. Im vergangenen Jahr trug der Klatschmohn den Titel.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 25.10.2017 | 19:30 Uhr

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