Stand: 23.03.2020 10:40 Uhr  - Nordmagazin

So werden Kübelpflanzen fit für den Frühling

An den ersten warmen Frühlingstagen wollen viele Garten- und Balkonbesitzer ihre Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen oder die draußen überwinterten Pflanzen fit für die neue Gartensaison machen. Grundsätzlich gilt: Die Pflanzen sollten nicht zu früh im Jahr nach draußen gestellt werden. Da es bis zu den Eisheiligen im Mai noch Frost geben kann, dürfen besonders kälteempfindliche Pflanzen wie beispielsweise Zitruspflanzen oder Sommerblumen wie Geranien, Fuchsien und Dahlien erst dann nach draußen gebracht werden.

Langsame Anpassung: Vom Winterquartier nach draußen

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Mediterrane Pflanzen wie Bougainvillea dürfen erst nach den Eisheiligen wieder nach draußen.

Empfindliche Pflanzen finden häufig keine optimalen Standortortbedingungen in ihrem Winterquartier, es mangelt vor allem am Licht. Umso wichtiger ist es, die Pflanzen im Frühling wieder langsam an die Freilandbedingungen zu gewöhnen. Zunächst sollte die Pflanze an einem schattigen Ort stehen und dann nach und nach (alle zwei bis vier Tage Wechsel) an die Sonne gewöhnt werden.

Auch ein Vlies kann die Pflanzen vor zu hoher Sonneneinstrahlung schützen. Hartlaubige Kübelpflanzen wie beispielsweise Oleander, Hanfpalme, Kamelie, Feige oder Lorbeer können schon vor den Eisheiligen nach draußen, sie leiden in den Winterquartieren meistens sehr. Es fehlt Licht und es ist oftmals zu feucht oder trocken.

Pflanzen auf Schädlingsbefall überprüfen

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Mit Schädlingen befallene Triebe sollten abgeschnitten werden, bevor die Pflanzen wieder raus an die frische Luft kommen.

Bevor es für die Pflanzen nach draußen geht, sollte man überprüfen, ob sie von Schädlingen wie Blattläusen befallen sind. Besonders häufig betroffen sind die langen, dünnen, fast weißlichen Triebe, die sogenannten Geiltriebe. Sie entstehen, wenn Pflanzen dunkel stehen und wenig Licht bekommen. Diese Triebe sind besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Solche Triebe zurückschneiden und auf diesem Weg die Blattläuse mit entfernen. Die nachwachsenden Triebe wachsen durch das Frühlingslicht sehr viel kräftiger. Im Frühling müssen Kübelpflanzen zudem wieder regelmäßig gegossen und gedüngt werden.

Für kräftige Pflanzen: Regelmäßig umtopfen

Kübelpflanzen sollten regelmäßig umgetopft werden - spätestens dann, wenn die Pflanze zu schnell austrocknet, also bei normaler Wetterlage häufiger als jeden dritten Tag gegossen werden muss oder bei leichtem Wind umkippt. In diesen Fällen ist es angeraten, einen größeren Topf zu wählen, der rund um den Ballen zwei bis fünf Zentimeter Platz für frisches Substrat bietet.

Wurde die Pflanze mehrere Jahre nicht umgetopft, sollte man versuchen, die alte Erde aus dem Wurzelballen so gut es geht herauszubekommen. Anschließend die Wurzeln ringsherum mit der Schere ein wenig kürzen und die Pflanze in den neuen Kübel setzen. Den Kübel mit frischer Erde sorgfältig füllen, auch zwischen den Wurzeln. Bis zum oberen Kübelrand etwa fünf Zentimeter Luft lassen.

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Nordmagazin -

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 02.05.2020 | 19:30 Uhr

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