Stand: 15.04.2020 14:22 Uhr

Spargel im eigenen Beet anbauen

Spargel ist gesund und lecker - und hat einen stolzen Preis. Die Alternative ist ein eigenes Spargelbeet. Um Spargel zu pflanzen, ist von April bis Ende Mai die richtige Zeit. Spargelpflanzen gibt es entweder beim Spargelhof oder im Pflanzenhandel. Dort können Sie die Pflanzen ganz einfach bestellen. Der Bedarf pro Person liegt bei etwa zehn bis zwanzig Spargelpflanzen.

Spargel im eigenen Garten anbauen

Nordmagazin

Spargel selbst anzubauen macht zunächst Arbeit, aber einmal angelegt, kann man gut zehn Jahre ernten. Gärtner Peter Rasch erklärt, worauf es beim Anbau ankommt.

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Erste Spargelernte nach drei Jahren

Bis zur ersten Ernte ist allerdings Geduld gefragt: Drei Jahre dauert es bis dahin. Etwa zehn Jahre lang kann das leckere Gemüse geerntet werden. Die Mühe lohnt sich also. Dann ist es Zeit für neue Spargelpflanzen. Wer also auf lange Zeit gesehen ohne Unterbrechung Spargel ernten möchte, muss das neue Beet rechtzeitig anlegen.

Standort und Pflanzabstand für Spargel

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Das Pflanzloch für Spargel sollte etwa 40 Zentimeter tief ausgehoben werden.

Spargel benötigt idealerweise einen eher sandigen Gartenboden und einen sonnigen Standort, am besten ist eine Nord-Süd-Ausrichtung des Beets. Das Gemüse hat ziemlich lange Wurzeln, deshalb sollte das Pflanzloch etwa 40 Zentimeter tief und breit sein. Zwischen den Pflanzen sollte ebenfalls etwa 40 Zentimeter Abstand bestehen. Der Reihenabstand sollte etwa 160 Zentimeter betragen. Wer mag, kann auch einen Graben ausheben und den Spargel mit entsprechendem Abstand pflanzen. Nach dem Ausheben der Pflanzlöcher mit einer Grabegabel die Erde etwa einen Spatenstich tief auflockern, so können die langen Wurzeln besser anwachsen.

Spargel pflanzen - so geht's

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Am Wurzelansatz (in der Mitte) ist die Wuchsrichtung des Spargels zu erkennen.

In die Pflanzlöcher kommt zunächst eine etwa 30 Zentimeter hohe Schicht organischer Dünger, beispielsweise gut abgelagerter Mist. Das Ganze ordentlich festtreten und eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht Erde einfüllen. Erst dann die Spargelpflanzen mit ausgebreiteten Wurzeln in die Erde setzen. Spargelpflanzen breiten sich vorwiegend in eine Richtung aus, deshalb sollte man beim Einpflanzen auf die Wuchsrichtung achten. Zu erkennen ist sie am Wurzelansatz.

Zum Schluss die Pflanzlöcher bis ungefähr zehn Zentimeter unter den Rand mit Erde auffüllen und das Beet kräftig gießen. Ungefähr im Juni, wenn die Pflanzen etwa 30 Zentimeter hoch sind, Erde anhäufeln.

Spargelkraut im Herbst abschneiden

Wenn das Spargelkraut im November gelb geworden ist, sollte es dicht über dem Boden abgeschnitten werden. Die Pflanzenreste dürfen jedoch nicht auf dem Kompost landen, sondern gehören in die Biotonne. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Spargelfliege, die sich im Grün versteckt, ausbreitet.

Nach der Ernte: Arbeiten im Spargelbeet

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Nach dem 24. Juni treibt Spargel überirdisch aus.

Nach drei Jahren ist endlich Erntezeit für den Spargel. Diese endet jedes Jahr am 24. Juni. Von da an muss die Pflanze ungestört wachsen und Kraft für das nächste Jahr sammeln. Für Gärtner heißt es dann Unkraut hacken. Spargel kann keine Nahrungskonkurrenten gebrauchen und muss immer unkrautfrei gehalten werden. Im Herbst wird dann - wie in den Jahren zuvor - nur noch das Spargelkraut abgeschnitten.

Anschließend sollte der Erdhügel vom Spargelbeet entfernt werden. Wer sich die Arbeit sparen will, lässt den Wall einfach stehen. Dann beginnt allerdings die nächste Ernte etwas später, weil der Spargel durch den festen Boden wachsen muss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | plietsch | 09.04.2020 | 15:15 Uhr

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