Stand: 06.09.2018 11:35 Uhr

Rasen im Herbst düngen, mähen und pflegen

Im Spätsommer und Herbst vernachlässigen viele Gartenbesitzer ihren sonst liebevoll gepflegten Rasen. Damit er gestärkt und optimal vorbereitet durch den Winter kommt, braucht er aber nach dem Sommer so etwas wie eine kleine Kur. Und die beginnt mit dem Schnitt.

So wird der Rasen winterfest

Den Rasen mähen und Filz entfernen

Bei einer Bodentemperatur von etwa neun Grad hört Rasen auf zu wachsen, bis dahin muss er gemäht werden, und zwar nicht tiefer als fünf Zentimeter. Wird das Gras kürzer geschnitten, verliert der Boden einen Teil seines Schutzes. Frost kann dann leichter eindringen und der Wurzelbereich geschädigt werden. Bleibt das Gras zu lang, brechen die Halme bei Frost ab und darunter wachsende Gräser gehen kaputt. Alte Rasenreste müssen herausgeharkt werden, damit die Wurzeln wieder Luft bekommen. Bis Ende September ist es zudem möglich, den Rasen zu vertikutieren, um den Rasenfilz zu entfernen. Sind die Messer zu tief eingestellt, besteht allerdings die Gefahr, dass die Wurzeln beschädigt werden.

Herbstdünger mit hohem Kaliumanteil verwenden

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Der perfekte Herbstdünger: Kalium stärkt die Pflanzenzellen und macht sie frostresistent und widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten.

Ein kalibetonter organischer Herbstdünger gibt Rasen die nötige Kraft, um gut über den Winter zu kommen. Die Gräser werden resistenter gegen Frost und Krankheiten und die Pflanzenzellen fester. Auf keinen Fall darf im Herbst ein Dünger verwendet werden, der viel Stickstoff und Phosphor enthält, da das Gras dadurch zu Wachstum angeregt würde. Die Blätter werden dann weich und sind dadurch anfälliger. Nachdem der kalibetonte Dünger ausgebracht wurde, den Rasen gut wässern, damit die Wirkstoffe in den Boden eindringen können. Wichtig: Man sollte rechtzeitig mit dem Düngen beginnen, bevor die Vegetationspause beginnt.

Mit einer Nachsaatmischung Lücken im Rasen füllen

Kahle Stellen im Rasen sollten ausgebessert werden. Dafür ist im September genau die richtige Zeit, denn der Boden ist noch schön warm, es wird aber nicht mehr richtig heiß. Diese klimatischen Voraussetzungen sind ideal, um mit einer speziellen Nachsaatmischung Lücken im Rasen zu schließen. Dafür die Erde an der entsprechenden Stelle etwas aufgelockern und das Unkraut entfernen. Pro Quadratmeter 15 bis 30 Gramm der Nachsaatmischung auf dem Boden verteilen. Die Rasensamen müssen gut angedrückt und feucht gehalten werden.

Laub entfernen und Schneeschimmel verhindern

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Manchmal treten im Rasen grau-braune Flecken auf. Dabei handelt es sich meistens um Schneeschimmel. Das ist eine Pilzerkrankung, die gerade in den Herbstmonaten September und Oktober auftritt. Schnee ist also - anders als es der Name vermuten lässt - nicht die Ursache für das Schadbild. Gerade hohe Feuchtigkeit und kühle Witterung sind optimale Lebensbedingungen für den Pilz, der für den Schneeschimmel verantwortlich ist. Um einen Befall zu verhindern, ist es neben der stärkenden kalibetonten Düngung wichtig, regelmäßig das Laub vom Rasen zu entfernen, da sich der Pilz unter einer feuchten Laubschicht besonders wohlfühlt.

Bei kleineren Flächen genügt meist eine Harke oder ein Fächerbesen. Das eingesammelte Laub kann im Garten wieder Nutzen bringen: als Mulchschicht etwa unter Rhododendren und im Beet. Wer einen Rasenmäher mit Auffangkorb hat, kann bei hoch eingestellter Schnitthöhe das Laub gleich mit einsammeln und das Schnittgut beispielsweise in den Kompost geben.

Eine Frau trimmt einen Rasen mit der Schere. © picture-alliance Fotograf: picture-alliance

Tipps für den perfekten Rasen

Falls der Nachbar über ihren Gartenzaun schielt: Sie und Ihr Rasen sind für den Winter vorbereitet!

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 30.08.2017 | 20:00 Uhr

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