Stand: 15.09.2020 17:53 Uhr

Blühende Stauden für den Herbst pflanzen

Pyrenäen-Aster © picture alliance / Arco Images GmbH Foto: de Cuveland, J.
Astern setzen im Herbst bunte Akzente im Staudenbeet.

Im Spätsommer und Herbst haben Stauden wie Chrysanthemen, Astern, Fette Hennen und Herbst-Anemonen ihren großen Auftritt. Besonders schön dabei ist, dass sie direkt in voller Blüte gepflanzt werden können. In leuchtenden Gelb-, Orange- und Rottönen präsentieren sich oft bis in den September auch noch manche Spätsommerblüher wie beispielsweise Stauden-Sonnenblumen, Sonnenhut und Sonnenbraut. Einen wunderschönen Kontrast dazu bilden filigrane Ziergräser.

VIDEO: Den Sommer mit Herbststauden verlängern (11 Min)

Herbststauden kommen in den hinteren Teil des Beets

Am besten plant man die Anordnung der Stauden gründlich, bevor es ans Pflanzen geht. Herbstblüher sollten im Beethintergrund gepflanzt werden, damit sie die Sommerblüher nicht verdecken. Kleinere, inzwischen verblühte Sommerstauden können stehen bleiben, sie sorgen für einen interessanten Vordergrund. Zu hohe Sommerblumen sollten zurückgeschnitten werden. Eine Faustregel besagt: Man lässt halb so viel Abstand zur nächsten Pflanze, wie die Staude hoch wird.

Stauden richtig einpflanzen

Um das Anwurzeln der Stauden zu erleichtern, sollten die Wurzeln leicht von Erde befreit und Unkräuter entfernt werden. Falls die Ballen sehr trocken sind, können sie kurz ins Wasser getaucht werden. Die Erde gut auflockern und etwas Langzeitdünger und Kompost einarbeiten. In der Regel sollte das Pflanzloch doppelt so tief und breit sein, wie der Wurzelballen groß ist. Nach dem Pflanzen das Beet gut wässern. Die Ballen wurzeln so schneller.

Gegen Unkraut hilft Mulchen

Damit der Boden feucht und locker bleibt und Unkräuter nicht keimen, empfiehlt es sich, das Beet zu mulchen. Allerdings darf die Schicht nur dünn sein, denn sonst kann es darunter faulen oder schimmeln. Am besten eignet sich eine Mischung aus Gras und den gehäckselten Zweigen von Sträuchern im Verhältnis 1:1. Die klein geschnittenen Zweige sorgen in dieser Mulchschicht für die nötige Durchlüftung.

Staudenpflege im Herbst

Im Herbst können im Frühjahr blühende Stauden geteilt werden. So kann man die Pflanzen zum einen vermehren, zum anderen werden sie verjüngt und somit blühfreudiger. Ein Rückschnitt der Stauden ist in dieser Jahreszeit nicht nötig, lediglich kranke und unansehnliche Pflanzenteile sollten entfernt werden. Die vertrockneten Pflanzenteile bieten vielen Insekten und Vögeln Rückzugsmöglichkeiten und Nahrung und sind zudem im Winter ein guter Frostschutz. Manche Pflanzen sehen mit ein bisschen Raureif überzogen darüber hinaus sehr hübsch aus und verschönern den sonst tristen Garten. Ziergräser werden ebenfalls erst im Frühling zurückgeschnitten.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 15.09.2020 | 16:20 Uhr

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