Stand: 22.01.2020 09:24 Uhr

Beeteinfassung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Ein mit Feldsteinen eingefasstes Beet © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Nestor Bachmann
Feldsteine wirken sehr natürlich, halten aber wuchernde Stauden nicht zurück.

Niedrige Stauden, Naturstein oder Holz: Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Blumenbeete von Wegen und Rasen abzugrenzen. Bei der Suche nach geeignetem Material spielen verschiedene Fragen eine Rolle: Wie witterungsbeständig soll die Beeteinfassung sein? Soll sie nur dekorativen Charakter haben oder wuchernde Pflanzen begrenzen? Handelt es sich um einen naturnahen Garten oder sind Bepflanzung und Gestaltung geometrisch und klar? Das gewählte Material sollte mit dem Gesamteindruck des Gartens harmonieren und seinen Zweck erfüllen.

VIDEO: Pflanzenstützen und Rankgerüste selber machen (10 Min)

Attraktive Beeteinfassungen mit Pflanzen

Mit Buchsbaum eingefasste Beete sind typisch für Bauerngärten. Sie geben dem Beet eine klare geometrische Form und sollen Tiere aus dem Gemüsebeet fernhalten. Da Buchsbäume seit einiger Zeit häufig vom Buchsbaumzünsler und einem Pilz befallen werden, verzichten viele Gartenbesitzer auf die beliebte Pflanze. Es gibt jedoch einige sehr attraktive Alternativen. Auch Stauden wie beispielsweise Frauenmantel und Sedum-Arten wie Fette Henne oder Halbsträucher wie Lavendel können Struktur geben und gleichzeitig sehr dekorativ wirken. Wichtig ist, dass die Pflanzen keine Ausläufer treiben und eine gute Schnittverträglichkeit haben.

Dekorative und natürlich wirkende Beetbegrenzungen

Niedriger Flechtzaun vor blühendem Immergrünen Gamander © imago/blickwinkel
Flechtzäune passen gut in naturnahe und romantische Gärten.

Für eine natürliche Optik sorgen auch geflochtene Zäune aus Weide oder Hasel. Diese verwittern jedoch schon nach wenigen Jahren und müssen dann ersetzt werden. Robuster sind Flechtzäune aus Robinie, da das Material sehr hart und zugleich elastisch ist. Wer mag, kann auch verspielte Minizäune aus Gusseisen setzen, sie passen in romantische Gärten. Sehr natürlich wirken beispielsweise Einfassungen aus Holz - ob als Palisade, Kantholz oder unbehandeltem Baumstamm. Feldsteine unterstreichen ebenfalls ein natürliches Ambiente.

Besonders langlebig: Steine, Metall und Kunststoff

Ein von Randsteinen eingefasstes Rosenbeet © picture alliance / dpa Themendienst Foto: Andrea Warnecke
Niedrige Beetbegrenzungen aus Stein halten lange und sind optisch zurückhaltend.

Wer eine robuste und langlebige Lösung für sein Beet sucht, kann beispielsweise Basalt, Granit oder Sandstein setzen. Werden diese Steine fachgerecht mit einer Zementmischung befestigt, halten sie eine lange Zeit. Im Handel gibt es außerdem Beeteinfassungen aus Aluminium, Edelstahl und sogenanntem Cortenstahl, der sich durch Witterung rostrot verfärbt und sehr robust ist. Die dünnen und länglichen Metallteile werden in die Erde gesteckt und meist mit Stoßverbindern zusammengesetzt und verschraubt. Kostengünstig und pflegeleicht sind Beeteinfassungen aus Kunststoff. Sie wirken vergleichsweise unnatürlich und sind in aller Regel biologisch nicht abbaubar.

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Mein Nachmittag | 21.01.2020 | 16:20 Uhr

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