Zweig eines Haselnussstrauchs mit unreifen Früchten © picture alliance / blickwinkel

Die Hasel: Viele Pollen, leckere Nüsse

Stand: 09.12.2020 15:29 Uhr

Für viele Allergiker sind Pollen der Hasel ein Plage. Dennoch ist sie eine pflegeleichte und dekorative Gartenpflanze. Die Nüsse sind essbar und bieten auch Tieren wie Eichhörnchen Nahrung.

Ihre langen traubenartig wirkenden Blütenstände geben der Hasel ihr besonders markantes Aussehen. Zu dieser Gattung gehören bis zu 25 verschiedene Arten, die als Baum oder Strauch wachsen. Die Bäume können bis zu 15 Meter, die Sträucher etwa bis sieben Meter hoch werden.

Haselnussstrauch besonders beliebt

Zu den bekanntesten Sträuchern zählt die Gemeine Hasel, auch bekannt als Haselnussstrauch. Sie wird oft in private Gärten gepflanzt und trägt auch Früchte. Die meisten im Handel erhältlichen Haselnüsse stammen von der Lambertshasel, sie wird überwiegend im professionellen Anbau eingesetzt.

Blütenpollen der Hasel häufig Auslöser von Allergien

Die Blüten der Hasel im Frühjahr © Colourbox Foto: PetraD
Bei den typischen Kätzchen der Hasel handelt es sich um männliche Blüten.

Die Blüten der Hasel zeigen sich je nach Region bereits im Januar und läuten laut phänologischem Kalender den Vorfrühling ein. Dieser Kalender ist nicht in vier Jahreszeiten, sondern in zehn Phasen unterteilt. Die Hasel hat sowohl weibliche als auch männliche Blüten, wobei nur die männlichen die auffälligen Kätzchen bilden. Die darin befindlichen Teilblütenstände enthalten Millionen Pollenkörper - zum Leidwesen vieler von Pollen-Allergie geplagter Menschen. Die weibliche Blüte der Hasel ist dagegen unscheinbar.

Einen Haselnussstrauch pflanzen

Zweig eines Haselnussstrauchs mit unreifen Früchten © picture alliance / blickwinkel
Haselnusssträucher sind unkomplizierte Pflanzen. Die Früchte sind erst reif, wenn die Schale braun ist.

Wer einen Haselnussstrauch in den Garten pflanzen möchte, bekommt eine recht anspruchslose und unkomplizierte Pflanze. Je sonniger der Standort, desto reicher fällt die Nussernte aus. Bei Haselnusssträuchern handelt es sich um sogenannte Fremdbefruchter. Das heißt, es sollten mindestens zwei Sträucher gepflanzt werden, damit die Blüten bestäubt werden und Früchte wachsen. An den Gartenboden stellt der Strauch keine besonderen Ansprüche, Staunässe sollte aber vermieden werden. Die schnell wachsende Haselnuss eignet sich sowohl als Einzel- als auch als Heckenpflanze. Beste Pflanzzeit ist der Herbst.

Haselnüsse reifen ab September

Eichhörnchen mit Haselnuss im Maul © imago/imagebroker Foto: Christoph Ruisz
Tiere wie Eichhörnchen freuen sich über Haselnüsse im Garten.

Die Früchte der Haselnuss reifen etwa ab September. Sie verfärben sich dann bräunlich und fallen zu Boden. Nach Entfernen der Schale können die sich darin befindlichen Samen gegessen werden. Am besten schmecken im Ofen oder in einer Pfanne geröstete Nüsse. Unbeschädigte Früchte können getrocknet gelagert werden. Auch viele Wildtiere mögen Haselnüsse: Sie sind beispielsweise ideale Nahrung für Eichhörnchen, Eichelhäher und natürlich Haselmäuse.

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