Stand: 11.11.2016 12:09 Uhr

Wie entstehen Wettervorhersagen?

von Simona Dürnberg

Etwa 350 vor Christus verfasste der griechische Philosoph Aristoteles das erste Lehrbuch der Wetterkunde. Es hieß "Meteorologica" (Lehre der Himmelserscheinungen) und prägt noch heute viele Fachwörter der Meteorologie, zum Beispiel "Taifun" für Wirbelsturm. Bis die ersten regelmäßigen Wettervorhersagen herausgegeben wurden, dauerte es aber noch eine ganze Weile: Ab 1878 gab das sächsische "Meteorologische Bureau für Prognosewesen" die ersten Wetterprognosen für Deutschland bekannt - sie sollten in erster Linie vor Ertragsausfällen der Landwirte schützen.

Wetter - Was ist das eigentlich?

Der Begriff Wetter stammt vom althochdeutschen Wort wetar (Wind, Wehen) ab und beschreibt den augenblicklichen und spürbaren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche. Der Zustand setzt sich aus verschiedenen Wetterelementen zusammen, zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Niederschlag.

Wetterdaten erfassen

Weltweit sorgen rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden. Zusätzlich garantieren Wettersatelliten eine Überwachung aus dem All. So wird den Meteorologen eine flächendeckende Beobachtung des Geschehens rund um die Erde ermöglicht. Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe. Pro Stunde sammeln sich etwa 25.000 Meldungen an. Diese gilt es zeitnah auszuwerten und zu übermitteln - damit Wetterprognosen stets auf dem aktuellen Stand sind.

Um die Datenmenge zeitsparend zu versenden und bei den verschiedenen Sprachen weltweit Übersetzungsfehler zu vermeiden, werden die Daten in einen standardisierten Zahlenschlüssel umgewandelt. Der sogenannte SYNOP-Schlüssel wird von den Rechnern der meteorologischen Zentren, zum Beispiel vom Deutschen Wetterdienst (DWD), verarbeitet und in die Wetterkarten übertragen.

Treffsicherheit der Vorhersagen

Mittlerweile ist eine Prognose für die kommende Woche ungefähr so zuverlässig, wie sie vor 40 Jahren für den nächsten Tag war. Die Treffsicherheit der 24-Stunden-Vorhersage beträgt heutzutage etwa 90 Prozent, die der kommenden drei Tage ungefähr 75 Prozent. Trotzdem erleben wir immer wieder, dass Wettervorhersagen vollkommen daneben liegen.

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Mein Nachmittag | 11.11.2016 | 16:10 Uhr

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