Starke Stücke (Wiederholung)

Die "Gran Partita" von Wolfgang Amadeus Mozart

Dienstag, 15. Dezember 2020, 19:00 bis 20:00 Uhr

Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), gemalt von Barbara Krafft (1764-1825), 1819 © picture-alliance/Leemage Foto: Costa
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Wolfgang Amadeus Mozart hat seine Serenade B-Dur KV 361 selbst nicht "Gran Partita" genannt. Der Titel passt aber wunderbar zu der "großen blasenden Musik von ganz besonderer Art", als die die Serenade in dem Programm zu einer Akademie 1784 angekündigt wurde.

Die "Gran Partita": Tafelmusik XXL

Das Werk fällt völlig heraus aus dem Rahmen der Tafelmusiken, die in den Adelshäusern Wiens zu dieser Zeit gern gegeben wurden. Die Komposition sprengt die Grenzen einer netten Bläsermusik bei weitem, sowohl, was die Besetzung mit 13 Instrumenten angeht (zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Bassetthörner - dieses Instrument war quasi gerade erst erfunden worden -, vier Hörner, zwei Fagotte und Kontrabass), als auch was die fantasievolle, farbenreiche Gestaltung und den Umfang betrifft. Frei, kühn, ins Romantische weisend, sieben Sätze umfassend: Largo-Allegro molto / Menuetto / Adagio / Menuetto: Allegretto / Romance: Adagio-Allegretto / Tema con variazioni: Andante / Finale: Molto allegro.

Musik als Kitt der Gesellschaft

Wien um 1800 - das war eine ganz außergewöhnliche Zeit. Adel wie Bürgertum wie einfaches Volk liebten Musik, sie war der Kitt der Gesellschaft. Und Mozart bot ihr singuläre Werke an. Die "Gran Partita" ist ein besonders schönes Beispiel.

Eine Sendung von Raliza Nikolov

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Dach der Elbphilharmonie in Hamburg © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Ohde

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