Eine Schülerin sitzt an einem Tisch auf der eine Federmappe mit einem negativen Corona-Schnelltest liegt. © picture alliance / Fotostand | Fotostand / K. Schmitt Foto: Fotostand / K. Schmitt

Diese Quarantäne-Regeln gelten an Schleswig-Holsteins Schulen

Stand: 17.01.2022 12:46 Uhr

Schleswig-Holstein hat die Quarantäne-Regeln geändert - auch für Schulen. Sitznachbarn gelten in der Regel nicht mehr als Kontaktpersonen. Schüler können sich zudem schneller freitesten.

Gibt es im schulischen Umfeld einen Corona-Fall, müssen direkte Sitznachbarn in der Regel nicht mehr in Quarantäne. Diese Regel wurde in einem Erlass des Gesundheitsministeriums veröffentlicht, der seit Sonntag (16.1.) gilt. Das Gesundheitsministerium begründet diesen Schritt mit dem schulischen Schutzkonzept und der seriellen Teststrategie. Lediglich im Einzelfall kann aufgrund einer Entscheidung des Gesundheitsamtes eine Quarantäne in Betracht kommen, wenn Schutzmaßnahmen nicht eingehalten worden sind. In diesem Fall muss die infizierte Person die engen Kontaktpersonen - beispielsweise die Sitznachbarn - eigenverantwortlich informieren.

Kontaktperson? Keine Quarantäne bei bestimmtem Status

Wer sich unsicher ist, ob die Schutzmaßnahmen im Einzelfall konsequent eingehalten wurden, soll sich an das Gesundheitsamt wenden. Dieses kann dann eine Quarantäne von fünf Tagen anordnen. Fest steht aber: Geboosterte, frisch doppelt Geimpfte (die zweite Impfung liegt weniger als 90 Tage zurück), geimpfte Genesene und frisch Genesene (positives Testergebnis liegt weniger 90 Tage zurück) im schulischen Umfeld müssen auf jeden Fall nicht in Quarantäne.

Diese Regeln gelten bei einem Kontakt außerhalb der Schule

Anders verhält es sich, wenn der enge Kontakt zu einem Infizierten außerhalb der Schule stattgefunden hat. Dann gelten die gleichen Vorgaben wie für andere enge Kontaktpersonen: Sind sie nicht geimpft oder genesen, müssen in diesem Fall auch schulpflichtige Kinder und Jugendliche für zehn Tage in Quarantäne. Bei Schülern gilt aber die Besonderheit, dass sie bereits nach fünf Tagen wieder in die Schule dürfen, wenn ein negativer zertifizierter Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorliegt.

Eine Grafik erläutert die Bund-Länder-Beschlüsse zur Quarantäne und Isolation. © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Der Bund hat die neuen Beschlüsse in einer Grafik zusammengefasst. Die gilt auch für Schüler, wenn ein Kontakt außerhalb der Schule stattgefunden hat.

Auch bei einem engen Corona-Kontakt außerhalb der Schule gilt für schulpflichtige Kinder und Jugendliche aber: Geboosterte, frisch doppelt Geimpfte (die zweite Impfung liegt weniger als 90 Tage zurück), geimpfte Genesene und frisch Genesene (positives Testergebnis liegt weniger 90 Tage zurück) müssen auf jeden Fall nicht in Quarantäne. Schüler, auf die dieser Impf- bzw. Genesenenstatus nicht zutrifft und die damit in Quarantäne müssen, können nach zehn Tagen ohne Testung wieder zur Schule.

So müssen sich Schüler verhalten, die selbst infiziert sind

Bei Schülern, die selbst infiziert sind, gelten die allgemeinen Absonderungsfristen mit der Möglichkeit, die Quarantäne zu verkürzen. Das bedeutet, dass sich Schüler für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen. Sie kann nach sieben Tagen vorzeitig beendet werden, wenn ein zertifizierter negativer Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorliegt. Ohne Testung können die Kinder und Jugendlichen nach zehn Tagen wieder zur Schule.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 17.01.2022 | 08:00 Uhr

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