Daniel Günther spricht bei einer Pressekonferenz im Landtag © NDR

Corona in SH: 3G-Regel für Events und Einrichtungen kommt

Stand: 07.09.2021 14:43 Uhr

Wo nur Geimpfte, Genesene und Getestete zusammenkommen, gelten in Schleswig-Holstein ab dem 20. September keine Corona-Auflagen mehr. Das hat die Landesregierung am Dienstag mitgeteilt.

Schleswig-Holstein ändert die Corona-Regeln ab dem 20. September: Auf Veranstaltungen und in allen Einrichtungen, wo nur Menschen zusammenkommen, die getestet, geimpft oder genesen sind, gelten dann keinerlei weitere verpflichtende Auflagen mehr - dazu zählt auch die Maskenpflicht. Auch Aktivitäten im Außenbereich sind dann weitgehend unreguliert. Das hat die Landesregierung am Mittag auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Es gebe nur die Empfehlung, dort Masken zu tragen, wo Abstände nicht eingehalten werden können, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU): "Dort, wo 3G nicht geregelt werden kann - im Einzelhandel, im ÖPNV - gelten die Beschränkungen im bisherigen Zustand." Günther sprach von einer "geöffneten 3G-Welt", die es ab dem 20. September in Schleswig-Holstein gebe.

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Günther: "Ab 20. September eine geöffnete 3G-Welt in SH"

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Ampel-Modell für Corona-Einschränkungen kommt

Darüber hinaus erläuterte Günther ein neues Drei-Stufen-Modell der Corona-Regeln - ein Ampelsystem. Die ab dem 20. September gültigen Regeln seien die mittlere (gelbe) Stufe. "Wir werden sicher eine längere Zeit in der gelben Phase sein", sagte Günther. Wenn sich die Corona-Lage und die Impfquote weiter verbessere, könne man auf die grüne Stufe gehen, in ein Leben ganz ohne Einschränkungen wie vor Corona. Wenn die Lage sich allerdings verschlechtere, so Günther, könnten sich Veranstalter und Einrichtungen in der roten Stufe entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen - oder wieder die Maskenpflicht einführen und mit Kapazitätsbeschränkungen arbeiten.

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Alle Stufen im Überblick

  • Grün: Zustand wie vor Corona. Keinerlei Grundrechtseinschränkungen.
  • Gelb: Wo die 3G-Regeln (Zugang nur für Getestete, Geimpfte oder Genesene) eingehalten werden können, gelten keine Auflagen - auch die Maskenpflicht entfällt. Bei Veranstaltungen, in Einrichtungen, in der Gastronomie, in Stadien etc. entfallen Kapazitätseinschränkungen.
  • Rot: Bei Veranstaltungen und Einrichtungen können die Organisatoren entscheiden: Entweder gilt die 3G-Regel und zusätzlich Maskenpflicht und Kapazitätsbeschränkungen. Oder es gilt die Auflage, dass nur Geimpfte und Genesene zugelassen werden - für sie gibt es dann keine weiteren Auflagen.

Maskenpflicht an Schulen bleibt bestehen

In den Schulen werde Schleswig-Holstein an der Maskenpflicht auf absehbare Zeit festhalten - mindestens bis nach den Herbstferien, sagten Günther und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP), auch wegen der Reiserückkehrer. Änderungen gibt es aber für Hotels und andere Beherbergungsbetriebe. Die Vorgaben zur wiederholten Testung nach spätestens 72 Stunden werden gestrichen. Die 3G-Regel sowie die Pflicht zur Angabe von Kontaktdaten bleiben aber bestehen. Wird die 3G-Regel eingehalten, dürfen auch Diskotheken wieder zum normalen Betrieb zurückkehren. Besucher, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen allerdings einen Test vorlegen, der nicht älter als sechs Stunden sein darf.

Kinder unter sieben Jahren bleiben von der Testpflicht ausgenommen. Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass sie in der Schule regelmäßig zweimal pro Woche getestet werden, benötigen auch weiterhin keinen zusätzlichen Testnachweis.

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Corona-Inzidenz ist nicht mehr allein entscheidend

Entscheidend dafür, welche Stufe gilt, soll laut Landesregierung nicht allein die Zahl der Neuinfektionen sein. Auch andere Werte wie die Hospitalisierungsrate sollen berücksichtigt werden - also die Zahl der Neuaufnahmen in den Krankenhäusern im Land. Wie genau die Rate berechnet wird, konnte Gesundheitsminister Garg auf Nachfrage allerdings nicht sagen. Darüber gebe es in der Gesundheitsministerkonferenz noch keine Einigkeit. Die Lage werde permanent von der Landesregierung bewertet, konkrete Schwellenwerte für einen Stufenwechsel gebe es nicht.

Ministerpräsident Günther nannte die Schritte "absolut verantwortbar" und bat alle Schleswig-Holsteiner den Weg der Öffnungen verantwortlich mitzugehen: "Meine Bitte ist, weiterhin rücksichtsvoll miteinander umzugehen und gerade Personen wie Kinder unter zwölf Jahren, die sich nicht impfen lassen können, durch eine eigene Impfung zu schützen", so Günther.

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Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.09.2021 | 14:00 Uhr

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