Bildungsministerin Karin Prien (CDU) steht bei der Pressekonferenz zum Schuljahresauftakt an einem Rednerpult. © NDR Foto: Cassandra Arden

SH startet Impfkampagne an Schulen nach den Sommerferien

Stand: 28.07.2021 12:17 Uhr

Bildungsministerin Prien hat verkündet, wie es nach den Sommerferien in den Schulen weitergeht. Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte sollen ein Impfangebot erhalten.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat Mittwochvormittag in Kiel auf einer Pressekonferenz über den Unterricht unter Corona-Bedingungen nach den Ferien informiert. Das neue Schuljahr 2021/2022 steht unter dem Motto "Schule in Präsenz - aber sicher". Ab dem 19. August sollen an 250 Standorten im Land mobile Impfteams Schülerinnen und Schülern ab zwölf Jahren sowie allen an Schulen Beschäftigten ein Impfangebot unterbreiten. Dafür ist der Impfstoff von Biontech und Pfizer vorgesehen. Das Angebot ist freiwillig und kostenlos. Eltern sollen zu Beginn der kommenden Woche über die Schulen informiert werden.

Eine Maske und ein Corona-Test liegen neben Schulutensilien auf einem Tisch. © IMAGO / MiS
AUDIO: Neues Schuljahr: "Schule in Präsenz - aber sicher" (2 Min)

Schülerinnen und Schüler waren durch Pandemie besonders beeinträchtigt

Keine Gesellschaftliche Gruppe sei in der Corona-Pandemie so in ihrem Leben beeinträchtigt gewesen wie junge Menschen, "die nicht in die Schule konnten, nicht zum Sport, nicht musizieren konnten oder sich in Jugendgruppen treffen", betonte die Bildungsministerin. Daher müssten alle, die sich aus medizinischer Sicht impfen lassen könnten, die Impfangebote auch wahrnehmen. "Weil Kinder und Jugendliche für uns alle auf so Vieles verzichtet haben, müssen wir jetzt für die Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen", so Prien.

Maskenpflicht und Tests bleiben, keine Kohorten mehr

Die Voraussetzungen für den Start ins neue Schuljahr sind laut Prien deutlich besser als im vergangen Jahr, allerdings sei das Infektionsgeschehen insbesondere in Hinblick auf die Delta-Variante sehr dynamisch. Daher bleibe es in den ersten drei Wochen bei der Maskenpflicht in den Innenräumen. Außerdem müssten sich alle, die nicht geimpft oder genesen sind, weiterhin zweimal die Woche testen. Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auch noch einmal nachdrücklich auf die geltenden Regelungen für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten. Außerdem appellierte die Ministerin an alle Eltern, ihre Kinder am kommenden Wochenende vor dem Schulstart noch einmal testen zu lassen.

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STIKO empfiehlt Impfung bei 12-bis 17-Jährigen mit Vorerkrankung

Immer wieder hatte Prien für die Corona-Impfungen geworben. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bisher nur eine Impfung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren mit Vorerkrankungen, auch wenn der Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen ist. "Grundsätzlich ist jede niedrigschwellige Impfung zu begrüßen. [...] Letztendlich ist unser aller Ziel, möglichst gut durch die Pandemie zu kommen", sagte Uwe Niekiel vom Schulleiterverband Schleswig-Holstein. Es wäre besser gewesen, die STIKO hätte erst die Empfehlung ausgesprochen, so Niekiel. Aber dafür fehle die Zeit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.07.2021 | 12:00 Uhr

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