Ein Blaulicht steht auf dem Dach eines zivilen Polizeifahrzeugs. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul Foto: Patrick Pleul

Neumünster: Rencks Park ist jetzt "gefährlicher Ort"

Stand: 29.08.2022 16:38 Uhr

Nachdem die Polizei in Neumünster in den vergangenen Tagen viele Straftaten in Rencks Park festgestellt hat, hat sie den Ort zum "gefährlichen Ort" erklärt. Die Beamten dürfen nun zum Beispiel anlasslos Menschen kontrollieren.

Der Rencks Park in Neumünster gilt jetzt als "gefährlicher Ort". Laut Polizei bedeutet das, dass Beamte mehr Rechte bekommen und einfacher beispielsweise Personalien oder Taschen von Personen überprüfen können.

Anlassunabhängige Kontrollen möglich

"Wenn ein gefährlicher Ort ausgesprochen wird, dann hat die Polizei dort besondere Befugnisse, wie zum Beispiel die Identitätsfeststellung. Des weiteren können Personen durchsucht werden und auch mitgeführte Sachen können durchsucht werden", erklärt Michael Heinrich von der Polizei Neumünster. Die Kontrollen können laut Polizei anlassunabhängig durchgeführt werden.

Was darf die Polizei an einem "gefährlichen Ort"?

  • Anlasslos kontrollieren
  • Menschen durchsuchen
  • Sachen (z.B. Taschen) durchsuchen
  • die Identität von Menschen feststellen

Die Polizei begründet den Schritt mit vielen Raubstraftaten und Diebstählen im Park. "In den letzten Tagen kam es in der Innenstadt von Neumünster im Bereich des Rencks Park zu einer spürbaren Häufung von Raubstraftaten und weiterer Eigentumsdelikte. Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wird durch diese strafrechtlichen Delikte teilweise beeinträchtigt", schreibt die Polizei in einer Mitteillung. Ab jetzt seien immer zwei oder drei Streifenwagen vor Ort stationiert, so Heinrich von der Polizei.

Die Maßnahmen wirken nach Polizeiangaben auch schon. Am Wochenende sei es im Rencks Park ruhig geblieben.

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