Stand: 30.07.2020 20:03 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Reisebüro-Kette Fahrenkrog meldet Insolvenz an

Wie viele andere Bereiche auch, leidet auch die Reisebranche unter der Corona-Krise. Die Folgen spürt jetzt auch das Reisebüro Fahrenkrog. Wie die Kette am Donnerstag bekannt gab, hat sie Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Kiel gestellt. Betroffen sind dadurch die Niederlassungen in Kiel, Lübeck, Heikendorf, Kronshagen und Timmendorfer Strand mit insgesamt 70 Mitarbeitern.

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Fahrenkrog meldet Insolvenz an

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Das Reisebüro Fahrenkrog mit sechs Filialen in Schleswig-Holstein hat nach eigenen Angaben Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mehr als 70 Mitarbeiter könnten betroffen sein.

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Buchungen weiterhin möglich

Reinhold Schmid-Sperber wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter vorgestellt. Wie ein Sprecher ebenfalls mitteilte, laufe der Geschäftsbetrieb vorerst uneingeschränkt weiter. Kunden, die bereits Reisen gebucht oder bezahlt haben, seien von der Insolvenz nicht betroffen und könnten ihre Reisen planmäßig antreten. Buchungen von Reisen seien außerdem auch weiterhin möglich, da die Kunden direkt an den Reiseveranstalter zahlen und im Falle einer Stornierung auch von ihm die Reisekosten zurückbekämen, so Schmid-Sperber.

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Gehälter über das Insolvenzgeld bis Ende September abgesichert

Die Gehälter der mehr als 70 Mitarbeiter werden bis Ende September über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. "Die Corona-Krise hat zu einem massiven Umsatzeinbruch geführt, der leider auch nicht durch staatliche Hilfsprogramme und sofort eingeleitete Kostensenkungsprogramme aufgefangen werden konnte", sagte Insolvenzverwalter Schmid-Sperber. Er prüft derzeit mit seinem Team Sanierungs- und Fortführungsoptionen.

Familienunternehmen in dritter Generation

Den Angaben zufolge ist noch unklar, ob und in welcher Form einzelne oder alle sechs Niederlassungen in Kiel, Lübeck, Heikendorf, Kronshagen und Timmendorfer Strand langfristig fortgeführt werden können. Geschäftsführer Philipp Fahrenkrog zeigte sich zuversichtlich. "Dank der Loyalität unserer Tausender Kunden und der weiterhin voll motivierten Belegschaft werden wir auch diese Krise überstehen." Er leitet das 1953 gegründete Familienunternehmen in dritter Generation.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.07.2020 | 17:00 Uhr

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