Ein kleiner Bagger und ein Förster stecken Setzlinge stecken in den Boden bei einer Aufforstung in Bargteheide. © NDR

Nach Rodungsaktion: Bargteheide bekommt jetzt einen Klimawald

Stand: 14.12.2021 17:40 Uhr

Wie konnte das passieren? Im Herbst 2020 hatten Mitarbeiter des Bauhofs in Bargteheide im Kreis Stormarn einen Wald offenbar aus Versehen gerodet. Jetzt wurden auf einer Fläche von 3.500 Quadratmetern neue Bäume gepflanzt.

Setzlinge stecken im Boden bei einer Aufforstung in Bargteheide. © NDR
Aus den Setzlingen soll ein Wald enstehen, der dem Klimawandel gewachsen ist.

Die Wiederaufforstung ist laut Stadt eine Vorgabe der unteren Naturschutzbehörde. Mitarbeiter des Bauhofes hatten vor gut einem Jahr in einem Waldstück am Bornberg falsche Baum-Markierungen gesetzt - der Wald wurde gerodet. Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht (parteiunabhängig) möchte nun die Fläche mit einem Klimawald wieder aufforsten: "Es ist praktisch über die Jahrzente ja ein wild gewordener Wald geworden und jetzt wollen wir zukünftig durch die Forstgemeinschaft Stormarn sicherstellen, dass wir hier Baumbestände haben, die klimaverträglich sind."

Rechtliche Konsequenzen für Bargteheide noch unklar

Die Stadt Bargteheide kommt für die Kosten der Aufforstung auf - das sind rund 20.000 Euro. Daneben kann auf die Stadt laut Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für die illegale Rodungsaktion aber auch noch ein Bußgeld in Höhe von bis zu maximal 50.000 Euro zukommen.

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Wald aus vom Wind geformten Buchen an einer Steilkueste der Ostsee, Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern © picture alliance / blickwinkel/A. Held | A. Held Foto: A. Held

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.12.2021 | 15:00 Uhr

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Klimaschutz

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