Stand: 09.02.2019 12:11 Uhr

Heiligenhafen: Stadt will Strand wieder auffüllen

Damp, Laboe, Hohwacht, Schönberg und besonders Heiligenhafen: Diese Ostsee-Orte wurden alle vor rund einem Monat von schweren Sturmfluten getroffen. Sie spülten Sand und Dünen teilweise weg. Die Stadtverwaltung Heiligenhafen hat nun Vorschläge entwickelt, wie die Schäden behoben werden können. Aus Sicht des Tourismus drängt dabei die Zeit. Denn: Bis Ostern will Heiligenhafen Einheimischen und Urlaubern wieder einen breiten Strand bieten. Momentan aber würden auf den schmalen Streifen kaum Strandkörbe passen, sagt Manfred Wohnrade, Chef vom Tourismus-Service.

Stadt will Sand aufschütten und Buhnen bauen

Und so sieht der Vorschlag aus: Zunächst sollen 40.000 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden - angeliefert von Schiffen aus Dänemark. Zweitens dann sollen Holzbuhnen gebaut werden. Die Pfähle sollen den Sand quasi festhalten und so die Küste schützen. Kosten: Insgesamt rund 1,2 Millionen Euro.

Wirkung umstritten

Wie sinnvoll solche Buhnen sind, ist umstritten. Sie werden zwar vielerorts errichtet. Küstenforscher Klaus Schwarzer vom Institut für Geowissenschaften der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) ist grundsätzlich eher skeptisch, ob sie so wirken wie gewünscht - und sinnvoll sind mit Blick auf die gesamte Ostseeküste. "Wir können ein dynamisches System wie eine Küste nicht fixieren. Eine Küste braucht Raum", sagte der Wissenschaftler nach den Ostsee-Hochwassern.

In Heiligenhafen ist die Sache noch nicht beschlossen: Die Politik muss noch zustimmen. Die Stadt hofft auch auf Zuschüsse vom Land - dort wird das Konzept im Moment nun geprüft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.02.2019 | 18:00 Uhr

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