Stand: 17.08.2020 21:10 Uhr

Gassi-Regeln für Hundebesitzer sorgen für Diskussionen

Die von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geplanten strengeren Regeln für Hundebesitzer sorgen für Diskussionen in Schleswig-Holstein. In dem Entwurf der Ministerin steht, dass Hunde zweimal täglich für mindestens insgesamt eine Stunde Auslauf bekommen sollen. Die Veterinärämter der Kreise sollen das kontrollieren. Jörg Bülow vom Gemeindetag ist allerdings der Meinung, dass das niemals kontrolliert werden könne. Die Behörden seien mit ihrem Personal ohnehin schon am Limit.

Gassi-Regeln könnten für Streit unter Nachbarn sorgen

Und Bülow warnt, die Gassi-Pflicht könne für noch mehr Nachbarschaftskonflikte sorgen. So könnte der unliebsame Nachbar beim Amt angeschwärzt werden, weil der Hund angeblich nicht genug Bewegung bekommen hat. Diese Anzeigen gebe es jetzt schon zu Genüge, bestätigt einer der Amtstierärzte im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Und der Arzt schränkt ein: Einen Hund, der zum Beispiel chronische Krankheiten hat, könne man nicht eine Stunde durchs Gelände jagen.

Landwirtschaftsministerium in Kiel prüft Vorschlag

Im Kieler Landwirtschaftsministerium sorgt Klöckners Plan für Zurückhaltung. Der Vorschlag werde geprüft - auch, ob das überhaupt umgesetzt werden könne, teilte ein Sprecher mit. Der Entwurf der CDU-Politikerin soll nun mit den Ländern und Fachverbänden abgestimmt werden. Eine Verordnung solle möglichst in den ersten Monaten 2021 verkündet werden, so das Bundeslandwirtschaftsministerium.

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Ein Mann geht mit seinem Hund spazieren. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Klöckner plant Gassi-Pflicht

Hunde brauchen Auslauf, findet Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner. Sie plant deshalb neue Regeln für Halter. Mehr auf tagesschau.de. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.08.2020 | 20:00 Uhr

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