Stand: 20.12.2018 17:35 Uhr

Entwarnung nach Bombendrohung in Heide

Nach einer Bombendrohung gegen eine Einkaufspassage in Heide (Kreis Dithmarschen) ist die Sperrung der Innenstadt am frühen Donnerstagnachmittag wieder aufgehoben worden. Laut einem Polizeisprecher haben die Sprengstoff-Suchhunde in dem Gebäude nicht angeschlagen. Der Einsatz war aber noch nicht ganz beendet, das Gebäude noch stundenlang weiter abgesperrt. Die Spezialisten der Polizei wollten ganz sicher gehen. Nach sorgfältiger Durchsuchung der Marktpassage unter Zuhilfenahme von Sprengstoffspürhunden und technischem Gerät, sowie der eingehenden Untersuchung von auch nur ansatzweise auffälligen Gegenständen durch den Kampfmittelräumdienst, wurde um 18.30 Uhr Entwarnung gegeben.

Autor der Bombendrohung wünschte "viel Spaß beim Suchen"

Am Donnerstagvormittag war laut Polizei bei den Betreibern der Einkaufspassage am Marktplatz eine Bombendrohung per E-Mail eingegangen. Darin stand, dass eine Bombe im Gebäude sei und man viel Spaß beim Suchen wünsche. Neben dem Marktplatz wurde auch der Südermarkt, inklusive Weihnachtsmarkt mit Eisbahn, gesperrt. Beamte evakuierten Restaurants, Banken und Läden im Umkreis von ungefähr 200 Metern um die Marktpassage. Außerdem riegelten Einsatzkräfte die B203 in beide Richtungen ab. Anschließend suchte die Polizei mit Spürhunden nach Sprengstoff.

Im Einsatz waren rund 30 Beamte aus den Kreisen Steinburg und Dithmarschen. Erste Hinweise auf den Verfasser der Bombendrohung werden durch die Kriminalpolizei Heide ausgewertet.

Polizei räumt Heider Marktplatz

Drohungen gegen alle vier Landgerichte

Bereits in den vergangenen Tagen hatten Bombendrohungen an den vier Landgerichten in Schleswig-Holstein die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. In Flensburg, Lübeck und Itzehoe waren darauf die Gebäude geräumt worden. In Kiel beließ es die Polizei dabei, das Landgericht mit Spürhunden abzusuchen. Die Polizei prüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.12.2018 | 15:00 Uhr

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