Eine Frau steht neben einem Baum. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Zahl der Opferschutz-Beratungen in Niedersachsen gestiegen

Stand: 09.08.2022 17:23 Uhr

Im vergangenen Jahr hat Niedersachsens Landesbeauftragter für Opferschutz 67 Beratungen durchgeführt - zehn mehr als 2020. In den meisten Fällen erkundigten sich Angehörige oder Bekannte von Opfern.

Betroffene bräuchten kompetente Ansprechpartner, denen sie sich anvertrauen können und bei denen sie Gehör finden, sagte der Opferschutzbeauftragte Thomas Pfleiderer bei der Vorstellung des Jahresberichts am Dienstag. Seine Geschäftsstelle habe eine Art Lotsenfunktion, um die Betroffenen an geeignete und möglichst wohnortnahe Opferschutzorganisationen zu vermitteln. In den meisten Fällen hatten sich dem Jahresbericht zufolge Menschen aus dem Familien- oder Bekanntenkreis nach Unterstützungseinrichtungen für Beratung, Begleitung oder auch für finanzielle Hilfe erkundigt.

Hilfe bei Terroranschlägen oder Amokläufen

"Viele Menschen, die Opfer einer schweren Straftat geworden sind, befinden sich in einer Ausnahmesituation", sagte Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU). Die Opfer hätten körperliche und häufig vor allem seelische Verletzungen erleiden müssen. Auch ihre Angehörigen seien durch die Taten oft belastet. Ein weiterer Schwerpunkt des Landesbeauftragten ist die Unterstützung von Betroffenen bei sogenannten Großschadensereignissen, wie etwa Terroranschlägen oder Amokläufen. Diese Stelle übernehme dann die Koordinierung des Opferschutzes.

Die Geschäftsstelle ist unter der Telefonnummer (0511) 120 87 37 sowie opferschutzbeauftragter@mj.niedersachsen.de erreichbar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder - der Tag | 09.08.2022 | 16:00 Uhr

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