Ein Fahrzeug vom Katastrophenschutz Niedersachsen steht vor einem ehemaligen Möbelgeschäft, das zu einem der beiden Impfzentren im Landkreis Osnabrück eingerichtet worden ist. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch/dpa

Was dann? Ukraine-Krieg und ein Ratgeber für Katastrophen

Stand: 02.03.2022 16:20 Uhr

Der Krieg in der Ukraine dominiert die Schlagzeilen, die Angst vor einer Eskalation wächst. Was bedeutet das für mich? Ein offizieller Behörden-Ratgeber verspricht Hilfe. Ist das Panikmache? Oder nützlich?

Und wenn doch? Was wäre dann? "Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen" heißt das Dokument des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das Antworten geben soll. Die Broschüre gibt es übrigens schon seit Errichtung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Jahr 2004, sie ist nicht erst wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine veröffentlicht worden. Auf 68 Seiten werden Bürger in der Broschüre hier auf verschiedene Szenarien vorbereitet, zum Beispiel Unwetter, Feuer, Hochwasser. Und eben auch für Katastrophenfälle, in denen die Infrastruktur zusammengebrochen ist. Wie viel Wasser brauche ich? (Antwort: Pro Person etwa 14 Liter Flüssigkeit je Woche). Was tun, wenn Heizung und Strom ausfallen? (Warme Kleidung, Kerzen, Taschenlampe, Campingkocher). Wie bleibe ich informiert? (Batteriebetriebenes Rundfunkgerät - auf ausreichend Batterien achten).

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Ratgeber für Notfallvorsorge des BBK

Auf 68 Seiten beschreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, was in Krisensituationen zu tun ist. Download (7 MB)

Atomare Bedrohung wie zu Zeiten der Sowjetunion

Was vor drei Wochen noch eher wie eine Anleitung für sogenannte Prepper anmutete, die sich in Kursen auf einen angeblich bevorstehenden Weltuntergang vorbereiten, ist auf einmal bedrohlich nahegerückt - spätestens, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin offenbar auch Teile der russischen Nuklearstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzen ließ. Eine so direkte atomare Bedrohung gab es für Deutschland zuletzt im Kalten Krieg vor dem Ende der Sowjetunion. Das Undenkbare scheint auf einmal denkbar. Welche Vorbereitung in der aktuellen Situation aber wirklich Sinn machen und was übertrieben erscheinen mag, muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Die Broschüre der Behörde wird auf jeden Fall gut nachgefragt. "Wir können bereits seit der Beginn der Corona-Pandemie einen Anstieg der Abrufzahlen und Bestellungen verzeichnen. Bezüglich der Abruf-Zahlen auf unserer Webseite können wir im Zeitraum 21. bis 27. Februar 2022 eine Verdopplung im Vergleich zur Vorwoche verzeichnen", sagte eine Sprecherin NDR Niedersachsen. Russlands Angriff begann am 24. Februar.

 

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Hallo Niedersachsen | 28.02.2022 | 19:30 Uhr

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