Stand: 24.07.2020 17:59 Uhr

Osnabrück: Stadt warnt vor Fischen aus der Hase

Von einer Brücke in Osnabrück aus werden große Mengen Wasser in den Fluss Hase mit Löschpumpen gespritzt. © Stadt Osnabrück Foto: Gerhard Meyering
Millionen Liter sauberes Wasser wurde in die Hase gepumpt.

Nach dem Großbrand am Montag ist der Fluss Hase im Stadtgebiet von Osnabrück wieder weitgehend frei von Schadstoffen. Der größte Teil des kontaminierten Wassers sei durch die Stadt abgeflossen, teilte die Verwaltung am Freitag mit. Gleichzeitig wurde jedoch vor dem Verzehr von Fischen aus der Hase gewarnt. Man empfehle, in den nächsten zwei Wochen nicht in dem Fluss zu angeln, heißt es in der Mitteilung. Auch auf das Baden solle vorsorglich verzichtet werden.

Hasewasser stabilisiert sich wieder

80 Millionen Liter sauberes Wasser waren seit Dienstag in die Hase gepumpt worden. Nun bilde sich kein Schaum mehr und auch der Sauerstoffgehalt im Wasser stabilisiere sich wieder, sagte Stadtrat Wolfgang Beckermann. Am Freitagmorgen hätten Feuerwehr und Technisches Hilfswerk die Pumparbeiten daher eingestellt.

Eine Tonne tote Fische geborgen

Kontaminiertes Löschwasser war am Montag bei Löscharbeiten in die Hase gelangt und hatte ein Fischsterben ausgelöst. Bislang sind rund 1.000 Kilogramm tote Fische aus der Hase geborgen worden, teilte der Unterhaltungsverband Obere Hase NDR 1 Niedersachsen mit. Mit dem frisch nachgeflossenen Wasser könnten nun zwar Fische wieder die Hase hinabschwimmen, allerdings gebe es für sie wenig Nahrung.

Tierbestand erholt sich in zwei bis drei Jahren

Laut Experten werde der Tierbestand in der Hase sich erst in zwei bis drei Jahren komplett erholt haben. Am Donnerstag hatte der Leiter des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt, Detlef Gerdts, gegenüber NDR 1 Niedersachsen die Hase in dem betroffenen Bereich als "klinisch tot" bezeichnet.

Weitere Informationen
Rettungskräfte und Taucher stehen auf einer Brücke bei einem Einsatz in Osnabrück. © NonstopNews

Osnabrück: Fluss Hase ist nach Brand "klinisch tot"

Belastetes Löschwasser hat nach dem Großbrand in Osnabrück zu einem Fischsterben in der Hase geführt. Alle Lebewesen sind abgestorben, das Trinkwasser sei aber nicht gefährdet, so die Stadt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 24.07.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Wasser sprudelt im Gegenlicht aus einer Brunnenanlage. © dpa-Bildfunk Foto: Swen Pförtner

Gewitter und Hitze: Es bleibt wechselhaft im Norden

Auch heute muss wieder mit Gewittern und lokalem Starkregen gerechnet werden. In Niedersachsen wird der Tag schwül-warm. mehr