Stand: 07.08.2019 18:45 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Niedersachsen: Zahl der E-Ladestationen gestiegen

Die Verteilung von E-Ladesäulen ist in Niedersachsen vom Land zur Stadt unterschiedlich.

Die Zahl der Ladesäulen für Elektroautos in Niedersachsen ist im Frühjahr leicht gestiegen. Mitte Juli waren laut Bundesnetzagentur 852 Ladesäulen aktiv - 110 Stationen mehr als noch Anfang April. Der Weg in die E-Mobilität ist dennoch schwierig. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, gibt es immer noch zu wenig geeignete Auflademöglichkeiten für E-Autos. Außerdem soll Ladestrom teilweise deutlich teurer sein als Haushaltsstrom. Deutschlandweit fahren aktuell 120.000 Elektrofahrzeuge auf den Straßen, dazu kommen etwa 87.000 sogenannte Plug-in-Hybride, die einen zusätzlichen Elektromotor haben.

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Wie alltagstauglich ist E-Mobilität?

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Unterschiedliche Stecker, unterschiedliche Ladesäulen, unterschiedliche Systeme - das Laden von E-Autos hat noch ein paar Tücken. Auch die Akku-Leistung schwankt noch. Video (04:26 min)

Auf dem Land ist die Abdeckung überschaubar

Betrachtet man die Karte der Bundesnetzagentur, bei der alle von den Betreibern gemeldeten Ladestationen verzeichnet sind, fällt auf, dass vor allem ländliche Gebiete deutlich unterrepräsentiert sind. Beispiel Wendland: Zählt man eine Ladestation in Dahlenburg (Landkreis Lüneburg) dazu, findet man im gesamten Wendland vier gemeldete Anlaufstellen - je eine in Lüchow-Dannenberg, in Bergen an der Dumme, in Neu Darchau und eben Dahlenburg. Ähnlich sieht es im Landkreis Heidekreis (zehn Ladestationen), im Landkreis Gifhorn (drei Ladestationen), Landkreis Northeim (neun Ladestationen), Landkreis Hameln-Pyrmont (vier Ladestationen), im Landkreis Holzminden (zwei Ladestationen) und im Landkreis Celle (vier Ladestationen) aus.

In vielen Landkreisen keine Schnellladestationen gemeldet

Die Zahl der Schnellladesäulen ist wesentlich geringer als die Zahl normaler Stationen. In einigen Landkreisen wie Lüchow-Dannenberg, Celle, Peine, Gifhorn, Wesermarsch, Cuxhaven, Friesland, Wittmund, Cloppenburg und Ammerland sind bisher keine Schnellladeoptionen gemeldet. Die Ladesäulenverordnung schreibt keine lückenlose Meldung der Ladeinfrastruktur vor.

Ladestrom teilweise teurer als Haushaltsstrom

Der ADAC kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass es in den meisten Tiefgaragen in den elf größten deutschen Städten, darunter Hannover, Hamburg und Bremen im Norden, nicht einmal gewöhnliche Steckdosen zum Aufladen von E-Autos gebe. Das Problem: Die meisten Menschen wohnen in Mehrfamilienhäusern und haben nicht die Möglichkeit, auf dem eigenen Grundstück für eine Lademöglichkeit zu sorgen.

Weitere Informationen

Geld vom Bund für Elektrofahrzeuge

Der Bund unterstützt die Stadt Osnabrück bei der Finanzierung von Elektrofahrzeugen und Ladesäulen. Dabei soll es um insgesamt bis zu 730.000 Euro gehen. (03.07.2018) mehr

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Wirtschaftsminister Olaf Lies kritisiert eine von der Bundesnetzagentur veröffentlichte Ladesäulenkarte. Es gebe in Niedersachsen mehr Ladestationen für E-Autos als angegeben, so Lies. (18.04.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.08.2019 | 10:00 Uhr

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