Eine Hand mit einem Corona-Schnelltest über einem Mäppchen. © picture alliance/dpa Foto: Julian Stratenschulte

Niedersachsen: Keine täglichen Corona-Tests mehr an Schulen

Stand: 13.09.2021 12:38 Uhr

Nach den Sommerferien mussten sich die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen anderthalb Wochen jeden Tag auf eine Corona-Infektion testen. Ab sofort werden die Tests wieder seltener durchgeführt.

Dann müssen sich die Schülerinnen und Schüler nach Angaben des Kultusministeriums nur noch dreimal pro Woche testen: montags, mittwochs und freitags. Ausgenommen von der Testpflicht sind nach Ministeriums-Angaben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind.

369 infizierte Schüler seit Schuljahresbeginn

Seit Schuljahresbeginn wurde bei 369 Schülerinnen und Schülern sowie bei 40 Beschäftigten des Schulpersonals in Niedersachsen mittels PCR-Test, der genauer als ein Selbsttest ist, eine Corona-Infektion nachgewiesen. In Kindertagesstätten und Kinderpflegeeinrichtungen wurden 82 infizierte Kinder und 32 infizierte Fachkräfte gemeldet. "Damit lässt sich insgesamt feststellen, dass sich das Infektionsniveau in niedersächsischen Kitas und Schulen derzeit auf einem erfreulich niedrigen Level bewegt", sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Insgesamt gibt es in Niedersachsen 1,1 Millionen Schüler sowie 100.000 Personen im Schulpersonal. In den Kindertagesstätten und Kindertagespflegeeinrichtungen werden 356.000 Kinder betreut. Die Zahl der Fachkräfte liegt hier bei 80.000.

Appell an Eltern, sich impfen zu lassen

Der Ministeriums-Sprecher sieht in den geringen Infektionszahlen einen Beweis dafür, dass die strengen Sicherheitsauflagen wirken und dass Kitas und Schulen "sichere Orte" sind. "Damit dies so bleibt, appellieren wir dringend an ungeimpfte Eltern, sich nun zügig immunisieren zu lassen." Denn Erwachsene, die sich impfen ließen, leisteten auch einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Kinder und dazu, dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben.

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Bundesweit zweithöchste Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen

Für Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff. Erst ab einem Alter von zwölf Jahren können Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. In Niedersachsen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 44,1 Prozent der 12- bis 17-Jährigen einmal geimpft - 29,9 Prozent von ihnen haben auch die zweite Spritze erhalten. Damit weist Niedersachsen bundesweit die zweitbeste Quote in dieser Altersgruppe auf. Noch etwas höher liegt sie in Schleswig-Holstein.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.09.2021 | 13:00 Uhr

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