Stand: 14.02.2019 20:09 Uhr

Nach Dürre: Grundwasser auf Rekord-Tiefstand

Trockenheit und Hitze, und das über Monate: Der Extremsommer 2018 hat vielfältige Folgen, unter anderem für die Grundwasserstände.

Das extrem trockene Jahr 2018 hat sich auch auf die Grundwasserstände in Niedersachsen ausgewirkt. In einem Großteil der Messstellen seien neue Tiefststände erreicht worden, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Donnerstag in Norden (Landkreis Aurich) mit. Die bisherigen Rekord-Tiefstände in den Jahren 1996-97 und 2015 wurden in mehr als einem Drittel der ausgewerteten Messstellen unterschritten.

Zum Teil Absenkung um mehr als zwei Meter

Besonders betroffen von Grundwasserabsenkungen waren demnach die Oldenburg-Ostfriesische Geest, die Ems-Hunte-Weser-Geest, die Lüneburger Geest und die Region um Osnabrück. Mit mehr als zwei Metern senkte sich der Grundwasserstand am stärksten in der Weser-Aller-Wümme-Niederung, der Stader- und Lüneburger Geest sowie dem Weser-Leinebergland.

Auswirkungen auf 2019 noch nicht klar

Unklar sind den Angaben zufolge noch die Auswirkungen auf die Grundwasserstände im laufenden Jahr. Fällt ausreichend Niederschlag, könnten sie schnell wieder ansteigen. Die Dürre im vergangenen Jahr könnte nach Einschätzung der Experten jedoch die Vegetation geschädigt haben. Das werde sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.02.2019 | 06:30 Uhr

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