Stand: 14.05.2020 13:20 Uhr

Landwirte klagen gegen Düngeverordnung

Ein Landwirt düngt mithilfte der Schleppschlauchtechnik ein Feld. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Acht Bauern aus Niedersachsen klagen gegen die Düngeauflagen des Landes. (Themenbild)

Acht Landwirte aus Niedersachsen wollen vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg gegen die Landesdüngeverordnung klagen. Das hat das Landvolk Niedersachsen am Donnerstag mitgeteilt. Der Bauernverband unterstützt eigenen Angaben zufolge das Vorgehen. Die Bauern kritisieren in ihren jeweiligen Klagen unter anderem die zu pauschale Festlegung der "roten Gebiete", in denen künftig weniger gedüngt werden darf.

Messstellen teils 100 Kilometer von Höfen entfernt

Die Bereiche seien zu groß, so das Landvolk. Einige Höfe seien bis zu 100 Kilometer von den Nitrat-Messstellen entfernt und hätten somit keinerlei Auswirkung auf die Werte. Näher gelegene Messstellen würden unterdessen "völlig unauffällige Nitratwerte" anzeigen. Wann die Klagen eingereicht werden und wann das Oberverwaltungsgericht darüber entscheidet, ist noch offen.

Folgt auch Klage gegen Bundesdüngeverordnung?

Parallel zur Klage der Landwirte bereiten der Deutsche Bauernverband und dessen Landesverbände eine mögliche Klage gegen die Bundesdüngeverordnung vor. Das Vorgehen werde derzeit fachlich und juristisch geprüft.

Weitere Informationen
Ein Messstreifen wird kontrolliert.

Land will Grundwasser-Messstellen überprüfen

Das Land will ab Herbst die 1.100 Grundwasser-Messstellen für Nitrat überprüfen lassen. Landwirte kritisieren die Messstellen seit Längerem. Acht Bauern haben eine Klage angekündigt. (14.05.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.05.2020 | 12:00 Uhr

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