Stand: 03.07.2020 15:22 Uhr

Land gibt weitere 3,5 Millionen für "LernRäume"

Tobende Kinder im Wald © dpa Foto: A3295 Uwe Zucchi
Unter anderem Naturerlebnisse und pädagogisch begleitete Umwelterfahrungen sollen bei den "LernRäumen" angeboten werden. (Themenbild)

Nur wenige Tage nach der Vorstellung wird das Projekt "LernRäume" ausgebaut. Das teilte das niedersächsische Kultusministerium am Freitag mit. Demnach soll es weitere Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien geben. Das Ministerium stellt dafür zusätzlich 3,5 Millionen Euro bereit. Zudem beteiligen sich mit Volkshochschulen, Waldpädagogikzentren und Schullandheimen weitere Partner an dem Projekt "LernRäume".

Angebote bis zu zehnten Klasse möglich

Ursprünglich hatten die evangelische und die katholische Kirche das Projekt im Rahmen des Bündnisses "Niedersachsen hält zusammen" initiiert. Bis mindestens zum Ende der Sommerferien soll es Familien unterstützen, die wegen der Corona-Krise keinen Urlaub mehr haben. Das Kultusministerium unterstützte dies zunächst mit einer Million Euro. Mit dem nun erfolgten Ausbau wird das Alter der Zielgruppe angehoben. Das ursprüngliche Programm richtete sich in erster Linie an Grundschüler. Nun sei das Angebot primär für die Jahrgänge eins bis acht gedacht, hieß es. Es könne aber auch bis zur zehnten Klasse ausgeweitet werden, teilte das Ministerium mit.

Naturerlebnisse, Sport, Musik und mehr

Bei den geförderten Angeboten sollen Naturerlebnisse und pädagogisch begleitete Umwelterfahrungen im Fokus stehen. Auch Sport und Bewegung, künstlerisch-musische Aktivitäten und Aktionen, die die Teamfähigkeit und das soziale Miteinander stärken, könnten Teil der "LernRäume" sein, hieß es. "Mit der Palette an Angeboten der 'LernRäume' sind wir vor Ort attraktiv aufgestellt in den Sommerferien", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

Landesschulbehörde prüft Förderungswürdigkeit

Ein spezielles Format gibt das Land nicht vor. Auch beim zeitlichen Rahmen der Angebote gibt es keine klaren Vorgaben - mit einer Einschränkung: Sinnvoll seien vor allem Angebote, die mindestens eine Woche abdecken, hieß es. Die Prüfung der Förderungswürdigkeit und die Zahlungsabwicklung soll die Landesschulbehörde übernehmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.07.2020 | 08:00 Uhr

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