Stand: 30.08.2018 11:37 Uhr

Knapp 2.900 Eltern nutzen flexible Einschulung

Bild vergrößern
Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bewertete die Flexibilisierung des Einschulungstermins positiv.

Knapp 2.900 Eltern haben in Niedersachsen von der neuen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Einschulung ihres Kindes ein Jahr aufzuschieben. Dies geht aus den Rückmeldungen von 1.244 Grundschulen hervor. "Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Flexibilisierung der Einschulung für viele Eltern eine gute Möglichkeit bietet, um nach eigenem Ermessen eine für das jeweilige Kind passende Entscheidung zu treffen", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover. Konkret wurde die Einschulung von 2.871 Mädchen und Jungen auf Wunsch aufgeschoben. Insgesamt sind in diesem Schuljahr in Niedersachsen nach Auskunft des Kultusministeriums rund 71.900 Kinder eingeschult worden.

Tonne: Flexibilisierung im Sinne der Kinder

Bei Mädchen und Jungen, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September ihren 6. Geburtstag feiern, dürfen seit diesem Schuljahr die Erziehungsberechtigten entscheiden, ob das Kind noch ein Jahr länger im Kindergarten bleiben soll. Zuvor wurden alle Kinder, die bis zum 1. Oktober sechs Jahre alt wurden, eingeschult. Von der neuen Regelung machten in diesem Jahr lediglich knapp vier Prozent der Eltern Gebrauch. Laut Tonne nutzen die Erziehungsberechtigten die Flexibilisierung sehr verantwortungsvoll im Sinne ihrer Kinder. Im Gebiet der Regionalabteilung Osnabrück der Landesschulbehörde wurden 913 Kinder zurückgestellt, in Hannover 742, in Lüneburg 723 und in Braunschweig 492.

Regelung soll Inklusion unterstützen

Die flexiblere Einschulung steht in engem Zusammenhang mit den Inklusionsbemühungen an den Schulen. Mit der neuen Regelung hatten SPD und CDU auf eine Petition von fast 20.000 Unterzeichnern reagiert, die sich gegen die starren Stichtage gewendet hatte. In den vergangenen Jahren war der Stichtag in drei Schritten vom 30. Juni auf den 30. September verschoben worden. Dadurch wurden immer jüngere Kinder eingeschult, was für einige Kinder von Nachteil sei, so Tonne. Ein fünfjähriges Kind sei eben nicht immer so weit wie ein anderes Kind im gleichen Alter, sagte der Minister.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.11.2017 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:56
Hallo Niedersachsen
06:32
Hallo Niedersachsen

Ein Tag als Schweinebäuerin

Hallo Niedersachsen
03:29
Hallo Niedersachsen