VIDEO: Städtische Kitas in Hannover machen dicht (07.10.2020) (2 Min)

Kitas zu, keine Müllabfuhr: Tausende streiken für mehr Lohn

Stand: 15.10.2020 20:44 Uhr

In Niedersachsen sind vielerorts Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für mehr Lohn auf die Straße gegangen. In Hannovers Innenstadt bildeten rund 3.000 Menschen eine Kette.

Seit Wochen streiken die Beschäftigten im öffentlichen Dienst für mehr Geld. Am 22. und 23. Oktober soll wieder verhandelt werden. Vorher wollten die Gewerkschaften den Druck noch einmal erhöhen. Sie fordern eine Tariferhöhung von 4,8 Prozent für die Angestellten im öffentlichen Dienst. Daher blieben am Donnerstag in Hannover die städtischen Kindertagesstätten dicht. In der Region wurde der Müll nicht abgeholt, auch die Wertstoffhöfe und Deponien des Entsorgers aha waren zu. Auch Beschäftigte des Klinikums Region Hannover legten die Arbeit nieder - die Versorgung der Patienten sei aber sichergestellt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft ver.di im Vorfeld.

VIDEO: Beschäftigte des öffentlichen Dienstes streiken (1 Min)

Nordosten: Kliniken verschieben geplante OPs

In Lüneburg demonstrierten rund 300 Beschäftigte mit einem Fahrradkorso für eine bessere Entlohnung ihrer Arbeit. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes fuhren mit neongelben Warnwesten durch die Stadt. Neben Sparkassen- und Verwaltungsangestellten beteiligten sich auch Pflegekräfte an der Protestaktion. "Wir sind nicht das Sparschwein der Nation", hatten die Streikenden auf ein großes Schwein aus Kunststoff geschrieben und darauf Hunderte Unterschriften gesammelt. Die Protestaktion war mit den Krankenhäusern in Lüneburg, Winsen und Buchholz abgestimmt, teilweise seien geplante Operationen verschoben worden, sagte der Geschäftsführer der Kliniken im Landkreis Harburg. Wegen des Fahrradkorsos gab es nach Polizeiangaben kleinere Probleme im Straßenverkehr.

Auf einer Anzeigentafel in Hamburg steht während des Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Hinweis "Aktuell kein Bus- und U-Bahn Verkehr". © picture alliance / dpa Foto: Bodo Marks

AUDIO: Warnstreik trotz Corona - Gewerkschaften im Dilemma (3 Min)

Streikende treffen sich in Celle zum Sternmarsch

In einigen Landkreisen rund um Hannover traten Beschäftigte der Kommunen ebenfalls in den Ausstand. Städtische Kitas in Hildesheim blieben geschlossen. Im Landkreis Hameln-Pyrmont war die Müllabfuhr betroffen. In Celle legten unter anderem Mitarbeiter der Lebenshilfe und des Krankenhauses ihre Arbeit nieder. Am Mittag trafen sich Streikteilnehmer zu einem Sternmarsch. In Stadthagen war eine Protestaktion geplant, an der Beschäftige der Städte Rinteln, Bückeburg und Neustadt am Rübenberge sowie des Landkreises Schaumburg teilnehmen wollten.

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Demonstrierende des Öffentlichen Dienstes bei einem Streik von Ver.di.
1 Min

Warnstreik: Ver.di macht Druck für mehr Geld

Die Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. (25.09.2020) 1 Min

Beschäftigte von Städten und Landkreisen zum Streik aufgerufen

In Osnabrück gingen rund 300 Beschäftigte von Behörden, Sparkassen und den Stadtwerken auf die Straße. Auch dort wurde die Müllabfuhr bestreikt. In Kitas und beim Klinikum Osnabrück sollte es hingegen nicht zu Beeinträchtigungen kommen. Die Rathäuser, Stadtwerke, Sparkassen und die Entsorgungsbetriebe in Göttingen, Hann. Münden, Osterode und Duderstadt sollten ebenfalls geschlossen bleiben. Beschäftigte von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel sowie von städtischen Kitas in Wolfenbüttel wollten streiken. Außerdem blieb das Stadtbad zu. Auch in Oldenburg, Wilhelmshaven und Schortens (Landkreis Friesland) traten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in den Ausstand.

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Mitarbeiter der Üstra stehen während eines Streiks um eine Feuertonne. © TeleNewsNetwork

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Streikende Busfahrer. © picture alliance/dpa Foto: Carsten Rehder

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.10.2020 | 08:00 Uhr

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