Stand: 13.09.2018 21:44 Uhr

Gleiches Geld für alle - GEW fordert Anpassung

Gleiches Geld für alle Lehrer - die Erziehungsgewerkschaft GEW hat am Donnerstag dafür demonstriert, dass Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen genauso viel Geld bekommen wie ihre Kollegen an Gymnasien. Vor rund 2.000 Demonstranten forderte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth eine Anpassung der Besoldung und eine Abkehr von der Schuldenbremse, die zu einer Bildungsbremse verkommen sei. Weitere Forderungen der GEW waren der Abbau von Überstunden sowie eine Reduzierung der Unterrichtsstunden für ältere Lehrer. Anlass für die Demonstration war die aktuelle Haushaltsdebatte im Landtag.

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GEW demonstriert vor dem Landtag

Niedersachsen 18.00 -

Der Landtag verabschiedet in drei Monaten den Haushalt für 2019. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert bessere Arbeitsbedingungen in der Bildung.

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GEW-Landeschefin Laura Pooth und IG Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger nutzten die aktuelle Haushaltsdebatte, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.
Brutto bis zu 500 Euro im Monat weniger

Pooth sagte, in einigen Schulformen erhielten Lehrkräfte brutto bis zu 500 Euro im Monat weniger als Lehrer anderer Schulen. Dabei sei das Studium für alle Schulformen gleich lang, deshalb müssten die Lehrer an Grund-, Haupt- und Realschulen genauso bezahlt werden wie Lehrer an Gymnasien und Berufsschulen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) erklärte, im bundesweiten Wettbewerb um die besten Pädagogen sei es "5 nach 12". Auch die FDP in Niedersachsen kritisiert die Landesregierung. Sollte sich nichts ändern, würden ausgebildete Lehrer sich weiterhin für andere Bundesländer entscheiden.

Kultusminister kündigt Stufenplan an

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat einen Stufenplan zur besseren Bezahlung der Lehrer angekündigt, da deren Forderungen nicht unberechtigt seien. "Verbesserungen bei der Bezahlung von Lehrkräften mit den Lehrämtern für Grund-, Haupt- und Realschulen sind auch unser Ziel", erklärte Tonne in einer Mitteilung. Bis Dezember solle deshalb die "besoldungsrechtliche Prüfung" abgeschlossen sein. Das Land Niedersachsen hatte zum laufenden Schuljahr 1.922 Lehrer neu eingestellt, öffentlich ausgeschrieben waren rund 2.000 Stellen.

 

Weitere Informationen

Lehrerbesoldung: Tonne soll Plan vorlegen

Das Kultusministerium will die Besoldung von Grund-, Haupt- und Realschullehrern schrittweise anheben. Kultusminister Tonne (SPD) solle dazu einen Plan vorlegen, fordert die FDP. (12.09.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.09.2018 | 18:00 Uhr

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