Ein Kinderspielzeug aus Holz auf einem Tisch. © picture alliance/dpa Foto: Philipp von Ditfurth

Elternverbände fordern wegen Corona Erlass der Kitagebühren

Stand: 28.01.2021 11:32 Uhr

Viele Eltern in Niedersachsen beklagen, dass sie trotz geschlossener Kitas weiter Gebühren zahlen müssen. Mehrere Verbände haben Kommunen und Kita-Träger nun aufgefordert, das Geld zu erstatten.

Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, fordern die Initiatoren in einem offenen Brief an die Politik "kluge Ratsbeschlüsse", um die Eltern zu entlasten. Weiter heißt es in dem Schreiben wörtlich: "Keine Betreuung, keine Gebühren. Seien Sie Unterstützer der Familien in diesem Lockdown und nicht der Geldeintreiber."

Eltern bleiben auf Kosten sitzen

Die Kitas sind derzeit nur im Notbetrieb geöffnet; Eltern müssen sich selbst darum kümmern, wie ihre Kinder betreut werden. Wie bereits im ersten Lockdown verzichten dennoch nur einige Kita-Anbieter auf die Gebühren. Vielerorts ist dies nicht der Fall. Zahlreiche Eltern zahlen anders als beispielsweise in Schleswig-Holstein weiter Krippen- und Hortgebühren - und dass, obwohl sie von Kurzarbeit betroffen sind, unbezahlten Urlaub oder Kinderkrankentage nehmen.

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Bessere Kommunikation als im ersten Lockdown

Die Kita-Landeselternvertretung hat unterdessen das Ergebnis einer neuen Umfrage veröffentlicht, an der mehr als 9.700 Eltern aus ganz Niedersachsen teilgenommen haben. Demnach hat sich die Kommunikation zwischen Eltern und Kitas im Vergleich zum ersten Lockdown deutlich verbessert. Nur noch neun Prozent gaben an, dass kaum oder gar kein Kontakt bestehe. Im vergangenen Frühjahr waren es noch 25 Prozent gewesen. Fast 60 Prozent der Befragten gaben allerdings an, dass sie die Corona-Lage für ihre Familien als belastend oder sehr belastend empfinden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.01.2021 | 11:00 Uhr

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