Ein Schloss verbindet Kabel zum Verschließen von Möbeln auf einer Terrasse eines Lokals. © dpa - Bildfunk Foto: Frank Rumpenhorst

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Niedersachsen

Stand: 02.11.2020 11:41 Uhr

Die Kontakte auf ein Minimum reduzieren: Das ist der Kern des Plans, mit dem Niedersachsen die unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus unterbrechen will.

Mit schärferen Regeln für vier Wochen soll dieses Ziel erreicht werden. Die neuen Einschränkungen im öffentlichen Leben gelten ab Montag, zunächst bis zum 30. November. Anders als im Frühjahr bleiben Schulen und Kitas sowie Geschäfte geöffnet, zahlreiche Betriebe aber müssen schließen.

Diese Regeln gelten ab sofort

  • Drastische Beschränkung von Kontakten - private Treffen in der Öffentlichkeit und in Wohnungen sind nur noch mit bis zu zehn Menschen aus zwei Haushalten möglich.
Ausnahmen: Es handelt sich um enge Angehörige oder Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren. Laut Landesregierung bedeutet das zum Beispiel, dass etwa zwei bereits jeweils in einer eigenen Wohnung lebende erwachsene Kinder sich bei ihren Eltern treffen dürfen, obwohl diese kleine Gruppe aus mehr als zwei Hausständen stammt. Und es bedeutet auch, dass Kinder unter zwölf Jahren beispielsweise nachmittags nach der Schule gemeinsam zu dritt oder auch zu viert bei einem der Kinder in der Wohnung oder im eigenen Garten spielen dürfen.
  • Schließung von Gastronomiebetrieben - Abhol- und Bringdienste, Mensen, Kantinen und Cafeterien für Mitarbeiter und Studierende sind ausgenommen.
  • Schließung aller Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Tierparks, Saunen, Spielhallen und Bordelle
  • Weihnachtsmärkte dürfen im November nicht stattfinden.
  • Schließung von Fitnessstudios und Schwimmbädern
  • Schließung von Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios
  • Friseursalons und Praxen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege bleiben offen
  • Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind bei sitzendem Publikum mit nicht mehr als 50 Besuchern zulässig. Veranstaltungen mit zeitweise stehendem Publikum können auf Antrag genehmigt werden.
  • Religiöse Zusammenkünfte einschließlich Trauungen, Beerdigungen, Firmungen und ähnliches sind unabhängig von der Zahl der Teilnehmer zulässig, wenn es ein Hygienekonzept gibt.
  • Unternehmen, die stark betroffen sind, bekommen große Teile ihres Umsatzausfalls vom Bund ersetzt.
  • Unternehmen sollen ihren Angestellten Heimarbeit ermöglichen, wo immer dies umsetzbar ist.
  • Touristische Übernachtungen im Inland sind sowohl in Hotels als auch auf Campingplätzen untersagt, ebenso wie touristische Bus-, Schiffs- und Kutschfahrten. Ausnahme sind zwingende Dienstreisen. Touristen, die vor dem 2. November angereist sind, können ihren Urlaub in Niedersachsen noch beenden.
  • Eigene Ferienwohnungen oder Ferienhäuser dürfen selbst benutzt werden, dies gilt auch für Dauercamper.
  • Profisport nur noch ohne Zuschauer - Freizeitsport weitgehend nicht mehr möglich
  • Ladengeschäfte bleiben geöffnet - wenn auch unter Auflagen
  • Betrieb an Schulen und Kitas läuft weiter - es gibt aber neue Regeln:
Für alle Schüler in weiterführenden Schulen in Corona-Hotspots, also bei einer 7-Tage-Inzidenz über 50, gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht.
  • Steigt der Inzidenzwert in einer Kommune über 100 und verordnet eine Behörde etwa eine Quarantäne für eine Klasse, wechselt die Schule vom Präsenzunterricht in den Wechselbetrieb mit geteilten Klassen.

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Darstellung eines Aerosolpartikels mit Coronaviren © Science Photo Library Foto: -

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Die Landesregierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft. Sie sind ab dem 2. November gültig. Download (378 KB)

Weil: "Wir tun das auch, um Freiheit zu schützen"

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Land liegt bei Infektionen noch unter Bundesdurchschnitt

"Wir befinden uns jetzt in einer entscheidenden Phase in unserem Kampf gegen dieses Virus", sagte der Ministerpräsident weiter. Die Entwicklung der vergangenen Wochen übertreffe alle Erwartungen. Niedersachsen stehe mit rund einem Drittel weniger Corona-Fälle als im Bundesdurchschnitt bislang vergleichsweise gut da. "Mit einem Inzidenzwert von fast 80 sind wir aber auch Teil dieser Infektionsdynamik", so Weil weiter.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 02.11.2020 | 19:30 Uhr

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