Stand: 16.08.2020 18:35 Uhr

Corona-Krise schmälert Einnahmen der Kirchen

Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz sitzt in einer Kirche. © dpa-Bildfunk Foto: Christoph Soeder
Sinkende Einnahmen wegen der Corona-Krise machen den Kirchen sehr zu schaffen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen auch die Kirchen hart. "Weil die Kirchensteuer an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt ist, werden wir uns auf deutliche Einschnitte einstellen müssen", sagte die Finanzdirektorin des katholischen Bistums Osnabrück, Astrid Kreil-Sauer. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit seien erheblich gestiegen. Man wisse noch nicht, ob es nach dem starken Einbruch wieder eine rasche Erholung gibt, so Kreil-Sauer.

Investitionen werden zurückgestellt

Das Bistum Hildesheim rechnet ebenfalls mit einem Rückgang der Kirchensteuern. Auch wenn erst im Herbst geschätzt wird, wie hoch die Mindereinnahmen ausfallen, überprüft das Bistum schon jetzt geplante Investitionen und stellt diese gegebenenfalls zurück.

Einnahmeausfälle von bis zu 90 Millionen Euro

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover erwartet in diesem Jahr Einnahmeausfälle von bis zu 90 Millionen Euro. Die Summe werde ausgeglichen, indem gespart und umverteilt sowie Überschüsse eingesetzt werde, sagte ein Sprecher. "Im Moment ist unsere Prognose, dass sich die Einnahmen in den nächsten Jahren langsam wieder erholen und wir 2022 oder 2023 wieder das Einnahmeniveau von 2019 erreichen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 16.08.2020 | 06:30 Uhr

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