NDR Info - Redezeit

Explodierende Energiekosten, x-fache Abschläge - Wie geht‘s weiter für Mieterinnen und Mieter?

Donnerstag, 22. September 2022, 21:03 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Geldscheinen stecken in den Lüftungsöffnungen eines Heizkörpers © picture alliance / Zoonar | GRAZVYDAS JANUSKA Foto:  GRAZVYDAS JANUSKA

Jeder zweite Haushalt in Deutschland lebt zur Miete. Viele davon schauen jetzt mit Sorge auf die nächste Nebenkostenabrechnung. Bei manchen stellt sich auch die bange Frage: Wie reagieren Vermieterinnen und Vermieter bei Zahlungsverzug?

Fest steht: Viele Energieversorger haben inzwischen ihre Kunden über die Erhöhung der monatlichen Abschläge informiert. Im groben Durchschnitt könnten sich die Abschläge für Gas und Strom jeweils verdoppeln bis verdreifachen. Beispielhaft steigen die Abschläge für eine Familie in einem eher schlecht gedämmten Haus von etwa 300 auf 750 Euro.

Run auf die Energie- und Schuldnerberatungen

Verbraucherzentralen werden derzeit „überrannt“. Manche Energie- und Schuldnerberatungen verzeichnen derzeit rund 70 Prozent mehr Anfragen. Was können Kundinnen und Kunden tun? Wann lohnt sich Widerspruch? In welcher Situation ist ein Wechsel des Energieversorgers sinnvoll? Vor allem gilt es aber auch, den Energieverbrauch insgesamt zu senken, um Strom- und Heizkosten zu sparen. Wie gelingt das am effektivsten? Was lässt sich etwa rausholen, wenn alle Stromfresser konsequent vom Netz genommen werden?

Angst vor der Kündigung – sollten Mieterinnen und Mieter besser geschützt werden?

Jeder dritte Haushalt in Deutschland hat, laut Deutschem Instituts für Wirtschaftsforschung, kein nennenswertes Erspartes - also kein Polster für Krisenzeiten; zu wenig um deutlich höhere Energiekosten einfach abzudecken. Droht bei Zahlungsverzug im schlimmsten Fall der Rauswurf? Bundesbauministerin Klara Geywitz, SPD, will den Schutz vor Wohnungskündigungen erhöhen. Ihr Vorschlag: die Schonfrist, in der Rückstände noch beglichen werden können, solle auf fristgerechte Kündigungen ausgeweitet werden. Bislang gilt sie nur bei fristlosen Kündigungen. Die Wohnungswirtschaft hat zudem versichert, die "sozial orientierten Wohnungsunternehmen würden in der Energiekrise keine Kündigungen aufgrund von Zahlungsverzug bei den Nebenkostenabrechnungen vornehmen". Reicht das also Absicherung? Welcher Mieterschutz ist angemessen?

NDR Info Moderatorin Nina Zimmermann begrüßte als Gäste:

Andreas Breitner
Direktor Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)

Eileen Munro
2. Vorsitzende im Mieterverein Landesverband Schleswig-Holstein, Anwältin für Mietrecht

Johannes Zink
Energieberater und Sachverständiger für Bauphysik

 

 

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