Eine Seniorin Rollstuhl schaut aus dem Zimmer ihren Wohnheims. © dpa picture alliance

Alt und Offline - Fehlende Internetversorgung in Pflegeheimen

07.01.2021 | 20:35 Uhr | von Marie Löwenstein 16 Min | Verfügbar bis 07.01.2022

Fehlende Internetversorgung in Alten- und Pflegeheimen behindert die Teilnahme Älterer am öffentlichen Leben.

Chatten, Skypen, Googeln: Viele Senioren sind heute ganz selbstverständlich im Internet unterwegs. Doch WLAN gibt es nur in den wenigsten Alten- und Pflegeheimen. Wer dort einzieht oder einziehen muss, ist plötzlich von vielem abgeschnitten. Laut dem Altersbericht der Bundesregierung gibt es bei der Internetversorgung große Defizite, die in der Corona-Krise schmerzlich bewusst geworden sind.

Dabei kann die Digitalisierung nach Meinung von Altersforscher*innen das Leben von Senioren deutlich verbessern. Internetbasierte Sprachassistenz-Systeme wie Alexa können mehr Menschen mehr Eigenständigkeit verschaffen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen fordert deshalb, ein WLAN-Zugang müsse – wie fließend Wasser oder ein Telefonanschluss – zur Grundausstattung in allen Altenheimen gehören. Konkrete Verhandlungen mit Heimträgern gibt es im Norden nur in Hamburg - bisher ohne Ergebnis. Anders in NRW. Dort wurde der Internetzugang schon 2019 gesetzlich vorgeschrieben, im Wohn- und Teilhabegesetz.

Eine Seniorin hält ein Festnetz-Telefon in der Hand. © dpa picture alliance

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