Die "Passat" vor Travemünde. © picture alliance / dpa Foto: Angelika Warmuth

Flying-P-Liner: Segelschiffe der Reederei Laeisz

Stand: 11.06.2021 09:44 Uhr

Die Segelschiffe der Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz waren berühmt für Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Alle hatten Namen, die mit "P" begannen: "Pommern", "Peking", "Passat" und "Padua", die mittlerweile "Kruzenshtern" heißt.

Sie sind bis heute legendär: die Flying-P-Liner der renommierten Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz. Die Segelschiffe waren bekannt und weltweit hoch geachtet für ihre Geschwindigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Alle Laeisz-Schiffe hatten Namen, die mit "P" begannen und waren in den Reederei-Farben schwarz-weiß-rot gestrichen.

"P" wie "Pudel"

Das "P" im Namen der Linie stammt übrigens vom ersten Schiff aus der Reihe, der Bark "Pudel". Diese Bezeichnung geht auf den Spitznamen der Reeders-Gattin zurück, die damals eine Pudel-Frisur trug. Fortan sollten auch die folgenden Segelschiffe Namen mit dem Anfangsbuchstaben "P" bekommen.

Die letzten acht Laeisz-Segler nannte man auch die acht Schwestern. Sie wurden alle als Viermastbarken für die Salpeter-Fahrten nach Südamerika gebaut. Vier der Flying-P-Liner sind heute erhalten: die "Pommern", die "Peking", die "Passat" und die "Padua", die mittlerweile "Kruzenshtern" heißt.

Legendäre Flying-P-Liner
Schwarzweiß-Aufnahme der Stahlbark "Peking" in der Elbmündung, im Hintergrund ein Dampfschiff. © dpa Foto: Hans Hartz

Endstation Heimathafen: Die Geschichte der "Peking"

1911 in Hamburg gebaut, fährt die "Peking" bis 1932 als Frachtsegler über die Meere. Seit 2020 ist sie zurück im Heimathafen. mehr

Die beleuchtete Passat bei Nacht © LTM Foto: Uwe Freitag

Legendärer Frachtsegler: Die "Passat"

Der 1911 gebaute Flying-P-Liner war einer der weltschnellsten Frachtsegler. Heute liegt die Viermastbark "Passat" in Travemünde. mehr

Die Viermastbark "Padua", später "Kruzensthern", im Hamburger Hafen, undatierte Aufnahme. © picture alliance/arkivi

Von "Padua" zu "Kruzenshtern": Letzte Zeugin einer Epoche

1926 läuft die "Padua" als weltweit letzter unmotorisierter Frachtsegler vom Stapel. Später heißt sie "Kruzenshtern". mehr

Die Viermastbark "Pamir" in einer 1952 gedrehten und 1959 ausgestrahlten Dokumentation über das Segelschiff. © imago Foto: United Archives

Als die "Pamir" im Hurrikan sank

Als der Frachtsegler "Pamir" am 21. September 1957 untergeht, stirbt ein Großteil der Besatzung. War das Unglück vorhersehbar? mehr

Dieses Thema im Programm:

Doku & Reportage | 02.09.2020 | 21:00 Uhr

Mehr Geschichte

Zwei Männer im klassischen Nikolaus-Gewand mit Mitra und Bischofsstab. © dpa Foto: Felix Kästle

Warum bringt der Nikolaus Geschenke?

Wer artig war, hat heute eine süße Überraschung im Stiefel. Woher kommt der Nikolaus-Brauch und wer war der Heilige? mehr

Die Viermastbark Sedov © Stema Service Foto: Vallery Vasilivsky

Die schönsten Schiffe des Nordens

Traditionsschiffe sind die optischen Höhepunkte bei Hafenfesten und Großseglertreffen. Eine Auswahl geschichtsträchtiger Großsegler und Dampfschiffe im Porträt. mehr

Norddeutsche Geschichte