Stand: 08.09.2020 13:51 Uhr  - Doku & Reportage

Flying-P-Liner: Segelschiffe der Reederei Laeisz

Die "Passat" vor Travemünde. © NDR.de Foto: Angelika Warmuth
Typisch für die Flying-P-Liner ist der schwarz-weiß-rote Anstrich.

Sie sind bis heute legendär: die Flying-P-Liner der renommierten Hamburger Reederei Ferdinand Laeisz. Die Segelschiffe waren bekannt und weltweit hoch geachtet für ihre Geschwindigkeit und ihre Zuverlässigkeit. Alle Laeisz-Schiffe hatten Namen, die mit "P" begannen und waren in den Reederei-Farben schwarz-weiß-rot gestrichen.

"P" wie "Pudel"

Das "P" im Namen der Linie stammt übrigens vom ersten Schiff aus der Reihe, der Bark "Pudel". Diese Bezeichnung geht auf den Spitznamen der Reeders-Gattin zurück, die damals eine Pudel-Frisur trug. Fortan sollten auch die folgenden Segelschiffe Namen mit dem Anfangsbuchstaben "P" bekommen.

Die letzten acht Laeisz-Segler nannte man auch die acht Schwestern. Sie wurden alle als Viermastbarken für die Salpeter-Fahrten nach Südamerika gebaut. Vier der Flying-P-Liner sind heute erhalten: die "Pommern", die "Peking", die "Passat" und die "Padua", die mittlerweile "Kruzenshtern" heißt.

VIDEO: Die "Peking" kehrt heim (44 Min)

Legendäre Flying-P-Liner
Schwarzweiß-Aufnahme der Stahlbark "Peking" in der Elbmündung, im Hintergrund ein Dampfschiff. © dpa Foto: Hans Hartz

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Die beleuchtete Passat bei Nacht © LTM Foto: Uwe Freitag

Legendärer Frachtsegler: Die "Passat"

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Von "Padua" zu "Kruzenshtern": Letzte Zeugin einer Epoche

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Doku & Reportage | 02.09.2020 | 21:00 Uhr

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