Stand: 26.07.2017 15:41 Uhr  | Archiv

Das Ende einer schillernden Zeit

Altona im Jahr 1891: Eisbären stampfen durch die Manege, Akrobaten fliegen durch die Luft. In Scharen strömen die Besucher in den runden Wellblech-Zirkus. Gleiches Gebäude, ein paar Jahre später: Wilhelm Tell trifft auf der Bühne ins Schwarze und Hans Albers hat seine ersten Auftritte. Dann schmettern Tenöre schmalzige Arien in der Rotunde. Die Schiller-Oper - erst Zirkus, dann Theater, später Opernhaus. Und heute? Ein Schrotthaufen unter Denkmalschutz, mitten in Hamburg. NDR.de erzählt in drei Akten das tragische Auf und Ab der Schiller-Oper.

geschichte

Historisches Foto der Schilleroper © Hein, Lehmann GmbH, Krefeld

Schiller-Oper, 1. Akt: Wo in Altona der Eisbär steppte

Die fantastische Geschichte der Schiller-Oper in Hamburg: 1891 ein Zirkus aus Wellblech, später Theater, Oper, Gefangenenlager. Heute - eine Ruine. Wir erzählen die Tragödie in drei Teilen. mehr

Historisches Szenenfoto aus der Operette "Giuditta"

2. Akt: Schmieristen und Syphilis

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Schiller-Oper in Hamburg © NDR.de Foto: Oliver Diedrich

3. Akt: Verfall unter Denkmalschutz

Die Geschichte der Schiller-Oper in Hamburg: Erbaut als Zirkus um 1890, dann Theater und Oper - heute eine Ruine unter Denkmalschutz. Teil 3 unserer Serie zeigt, wie es zum Verfall kam. mehr

Die Schilleroper in Hamburg  Foto: Balster

Die Geschichte der Schiller-Oper in Bildern

Um 1890 turnen Elefanten und Artisten durch die Manege, dann wird aus dem Gebäude die Schiller-Oper. Heute ist der Stahl- und Wellblechbau in Hamburg eine Ruine. Bildergalerie

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Die Schilleroper in Hamburg (April 2017) © NDR Foto: Jochen Lambernd

Denkmal-Ruine: Rundgang um die Schiller-Oper

Seit 2012 ist die Stahlkonstruktion der Hamburger Schiller-Oper denkmalgeschützt. Die mit Graffiti bemalten Anbauten und die Wellblechverkleidung der Rotunde sind in sehr schlechtem Zustand. Bildergalerie

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