Stand: 15.05.2018 09:35 Uhr  | Archiv

Vernarbte Lunge: Medikament kann helfen

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Vernarbungen auf der Lunge können zu einem Atemversagen führen.

Nach einer Lungentransplantation können sich in seltenen Fällen Narben auf dem transplantierten Organ bilden - ähnlich einer sogenannten Fibrose: Die Lungenbläschen, die den Sauerstoff und das Kohlendioxid austauschen, werden vom Narbengewebe überwuchert und funktionieren nicht mehr richtig. Unbehandelt kommt es zu Luftnot und Sauerstoffmangel, im schlimmsten Fall zu einem tödlichen Atemversagen.

Bilden sich auf einer transplantierten Lunge Narben, ist theoretisch eine erneute Transplantation möglich. Doch es gibt nur wenige Spenderorgane, außerdem ist die Transplantation gefährlich und ist wahrscheinlich, dass sich erneut Narben bilden. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind Medikamente, die bei Fibrose eingesetzt werden. Die Behandlung kostet rund 30.000 Euro pro Jahr. Sie sind jedoch nicht für die Behandlung transplantierter Organe zugelassen, außerdem lässt sich im Vorwege nicht sagen, ob die Medikamente wirklich anschlagen. Deshalb lehnen viele Krankenkassen eine Übernahme der Kosten ab.

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Interviewpartner

Univ.-Prof. Dr. Christian Taube
Direktor der Klinik für Pneumologie
Ruhrlandklinik
Westdeutsches Lungenzentrum
am Universitätsklinikum Essen gGmbH
Tüschener Weg 40, 45239 Essen
Tel. (0201) 433-01
Internet: www.ruhrlandklinik.de

Prof. Dr. Jens Gottlieb
Oberarzt Abt. Bronchoskopie und Transplantation
Klinik für Pneumologie OE 6870
Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover
Tel. (0511) 532-0
Internet: www.mh-hannover.de

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Visite | 15.05.2018 | 20:15 Uhr

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