Stand: 24.10.2017 16:50 Uhr  | Archiv

Powerplate: Vibrationen für Fitness und Reha

Eine Frau an einem Power Plate Gerät. © fotolia.com Foto: sabine hürdler
Beim Powerplate-Training wird die tiefe Muskulatur in Schwung gebracht.

Das Training mit einer Vibrationsplatte ("Powerplate") verspricht Muskelaufbau und Gewichtsreduktion mit wenig Anstrengung. Doch statt sich einfach "durchrütteln" zu lassen, muss man den Körper auf dem Gerät kontrolliert bewegen. Dabei wird auch die tiefe Muskulatur trainiert, die etwa 40 Prozent der gesamten Muskelmasse ausmacht. Vibrationstraining kann die Leistungsfähigkeit der Muskulatur, die Koordination und das Gleichgewicht verbessern. Die Methode wird nicht nur im Leistungssport eingesetzt, sondern auch im Rahmen von Reha-Maßnahmen nach Schlaganfällen und Verletzungen.

Vorteile des Vibrationstrainings

Die Vibrationen lösen Sehnen- und Muskeldehnreflexe aus. Um diese auszugleichen, spannen und entspannen sich die Muskeln in schneller Folge. Dadurch kommt es zum Muskelaufbau, zu einer besseren Durchblutung und zu einem höheren Energieverbrauch.

Die Vibration stärken außerdem die Knochen: Diese erhalten durch das Training Reize, neue Knochensubstanz aufzubauen. So können Übungen mit der Powerplate vor Osteoporose schützen. Auch das Skelett wird stabilisiert.

Vibrationstraining unterstützt die Koordination unterschiedlicher Muskelgruppen. Es fördert die Ausschüttung von Myokinen aus den Muskelzellen. Die hormonähnlichen Botenstoffe sollen vor Diabetes schützen und einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, den Fettstoffwechsel, das Gehirn und die Gefäßwände haben.

Immer unter Anleitung trainieren

Die Übungen sind anstrengender als auf festem Untergrund. Sie müssen korrekt ausgeführt werden, damit Gelenke und innere Organe nicht geschädigt werden:

  • Die Beine in den Knien gebeugt halten.
  • Das Körpergewicht im Stand auf die Fußballen zu verlagern.
  • Jede Übung dauert 30 bis 60 Sekunden.

Wirkt die Vibration ungebremst auf das Gehirn, kann sie ein Mini-Schleudertrauma auslösen. Die Bewegungen und die Körperhaltung sollten deshalb immer von einem Trainer kontrolliert werden.

Bei fortgeschrittener Osteoporose ist das Training gefährlich, da es zu Knochenbrüchen kommen kann. Auch für Menschen mit künstlichen Gelenken und Herzschrittmachern ist die Trainingsmethode nicht geeignet.

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Dieses Thema im Programm:

Visite | 24.10.2017 | 20:15 Uhr

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